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Über die Drehleiter bargen die Feuerwehrmänner von einem Gebäudekomplex an der Landshuter Straße in Freising Dachteile, die der Orkan losgerissen hatte.

Das große Aufräumen nach Orkan Friederike

Wenn ein Bushäuschen Flügel bekommt

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Das große Aufräumen nach Orkan Friederike ist angesagt. Am Freitag wurden zudem in ersten Bilanzen das Ausmaß der Schäden in Stadt und Landkreis deutlich. Laut Kreisbrandrat Manfred Danner rückten die Wehren im Kreis ab Freitagnachmittag 30 mal aus. Dabei mussten hauptsächlich Bäume von Straße geräumt und aus Stromleitungen geborgen werden. Der größte Einsatz, das bestätigte Danner, war die Aktion der Freiwilligen Feuerwehr und des THW Freising, deren Experten über vier Stunden lang schwitzten, bis das Blechdach des Josef-Hofmiller-Gymnasiums gesichert war (wir berichteten).

Diesen umgestürzten Baum mussten die Helfer der FFW Freising an der Lintnerstraße vom Pflaster räumen.

Landkreis – Hoch hinauf mussten die Freisinger Wehrmänner am Freitag an der Landshuter Straße: Via Drehleiter holten sie vom Dach eines Gebäudekomplexes lose Teile, „ohne dass größerer Schaden entstand“, wie FFW-Pressesprecher Florian Wöhrl meldet.

Nach dem Beseitigen umgestürzter Bäume an einer benachbarten Tankstelle, an der Lintnerstraße und am Weihenstephaner Fußweg, bot sich den Helfern dann an der Kreisstraße FS 9 bei Untergartelshausen ein kurioses Bild: Die Trümmer eines hölzernen Bushäuschens blockierten den dortigen Radweg. Das Häusl, das eigentlich gegenüber der Radlerfurt stand, war von Friederike über die Straße geblasen worden.

Florian Wöhrls Gesamtbilanz: „Insgesamt war die Feuerwehr Freising zwischen 13.45 und 18.15 Uhr mit sechs Fahrzeugen und etwa 30 Kräften im Einsatz.“

Über die Kreisstraße geblasen wurde dieses Bushäuschen bei Untergartelshausen. Es landete auf einem Radweg.

Ihre Spuren hinterließ Friederike auch auf der A9: Zweimal wurden vom Orkan auf Autodächern montierte Skiboxen aufgerissen, schreibt Hauptkommissar Thomas Jungmann von der Verkehrspolizei: „Der Inhalt der Boxen verteilte sich dann auf bis zu einem Kilometer Länge über die Autobahn.“ 

Von einem Kleinbus wurde eine neumontierte Sonnenschutzmarkise abgerissen und weggeschleudert. Schaden: 2000 Euro. Darüber hinaus mussten Straßenbauamttrupps immer wieder Kleinteile von der A 9 räumen. Jungmann: „Zu Unfällen kam es Gott sei Dank nicht.“ 

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