Einer ist auf der Flucht

Drogenrazzia in Flüchtlingsunterkunft: Drei Dealer in Freising gefasst

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Großeinsatz in der Asylbewerberunterkunft an der Wippenhauser Straße in Freising: Rund 70 Polizeibeamte durchsuchten zwei Container. Vier Asylbewerber waren in Sachen Drogenkonsum und -verkauf auffällig geworden.

Freising – „Dutzende Mannschaftsbusse und Streifenfahrzeuge waren am Dienstag gegen 5 Uhr an die Wippenhauser Straße ausgerückt“, erklärte vor Ort in Freising der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, Hans-Peter Kammerer. Das gesamte Gelände der Unterkunft, in der derzeit rund 350 Asylbewerber wohnen, wurde von der Polizei abgeriegelt. Rund 70 Einsatzkräfte waren im Einsatz, als es auf das Gelände ging. Die Einsatzleitung hatte Freisings PI-Chef, Polizeioberrat Ernst Neuner.

Vier Asylbewerber standen im Fokus des Einsatzes: „Verschiedene Erkenntnisse aus Ermittlungen der vergangenen Wochen hatten ergeben, dass vier Bewohner der Anlage Marihuana und Haschisch konsumieren und auch damit handeln“, erklärte Kammerer. Bei den Betroffenen handelt es sich laut Pressesprecher um einen Pakistani, einen Somalier und zwei Senegalesen im Alter zwischen 24 und 32 Jahren. Zudem wollten die Beamten einen Haftbefehl vollstrecken, der gegen einen 24-jährigen Senegalesen vorlag. Der Asylbewerber hatte ebenfalls gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen: „Der Mann war aber nicht vor Ort“. Nach ihm wird jetzt gefahndet.

In den Wohncontainern wurden drei der Betroffenen im Schlaf von den Beamten überrascht. „Der vierte Mann war nicht zu finden“, erklärt Kammerer. Mit dabei war auch die Staatsanwaltschaft aus Landshut. Zudem hatte das Landratsamt Freising als „Hausherr“ einen Ansprechpartner mitgeschickt, falls es zu Fragen aus der Bewohnerschaft gekommen wäre oder andere Hilfestellungen nötig gewesen wären: „Der Einsatz verlief aber ganz ohne Probleme“, erklärte der Pressesprecher vor Ort.

Mit ihren Drogenspürhunden waren dann zwei Hundeführer in den Containern im Einsatz. Das Resultat: Die Hunde stöberten insgesamt rund zwölf verpackte Einheiten von Marihuana und Haschisch auf: „Teilweise waren die Beutel hinter den Verschraubungen der Toilettenpapier-Halterungen und im Spülkasten des WC versteckt worden“, erläuterte Kammerer auf Anfrage. Bei einem der Asylbewerber wurde ein Drogenbeutel auch in der Hosentasche gefunden.

Die drei Asylbewerber – nach dem vierten wird noch gefahndet – wurden auf die Freisinger Wache gebracht, wo dann am Vormittag die Befragung stattfand. Der Staatsanwalt werde im Anschluss über die Haftfrage entscheiden. Gegen 8 Uhr rückten die Einsatzkräfte aus der Wippenhauser Straße wieder ab.

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