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77 Kilometer ist die Gasleitung lang, die auch durch den Landkreis Freising führt.

Nach verzögerungen

Grünes Licht für zweite Gasleitung durch den Landkreis Freising

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Durch den Landkreis Freising geht demnächst eine neue Gas-Pipeline. Es handelt sich dabei um den Teilabschnitt einer 77 Kilometer langen Hochdruckleitung, die von Forchheim (Kreis Eichstätt) bis Finsing (Kreis Erding) führt. Obwohl es in der Planung zu zeitlichen Verzögerungen gekommen ist, soll die Leitung noch Ende 2018 in Betrieb gehen.

LandkreisDie Loop-Leitung ist ein Projekt der Open Grid Europe GmbH, einem Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz in Essen, der nach Angaben der Bezirksregierung über das größte deutsche Fernleitungsnetz verfügt. Es umfasst eine Länge von 1200 Kilometern. Das neue Projekt dient dem bedarfsgerechten Ausbau des Netzes. Wie die Regierung von Oberbayern dem FT berichtete, wird die Pipeline an beiden Enden mit bereits bestehenden Leitungen verknüpft. „Dadurch wird der Ausspeisekapazitätsbedarf bei Verteilernetzbetreibern gewährleistet, etwa bei den Stadtwerken, die Endkunden, also Haushalte, Gewerbe und Industrie, mit Erdgas beliefern.“ Der Durchmesser der Rohre liege bei über 300 Millimetern. Das Gas soll mit einem Druck von maximal 100 Bar durch die Pipeline gepumpt werden.

Wie die Regierung weiter mitteilte, sind alle Fernleitungsnetzbetreiber dazu verpflichtet, jährlich einen gemeinsamen nationalen Netzentwicklungsplan Gas zu erstellen, der alle wirksamen Maßnahmen enthält, die in den darauffolgenden zehn Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind. Die Pipeline Forchheim-Finsing ist eine von 85 konkreten Maßnahmen des Netzentwicklungsplans 2015.

Die 77 Kilometer lange Leitung verläuft durch Ober- und Niederbayern. Sie beginnt an der Gasdruckregel- und Messanlage (GDRM) des Unternehmens „bayernets“ in Forchheim, verläuft durch die Landkreise Eichstätt, Kelheim, Freising und Erding und endet an der GDRM in Finsing. Die Leitung, die überwiegend parallel zu der bestehenden Erdgastransportleitung Forchheim-Finsing der bayernets gelegt wird, berührt insgesamt 17 Gemeinden. Im Landkreis Freising führt die Pipeline durch Au, Nandlstadt, Attenkirchen, Zolling, Haag und Langenbach, bevor sie im Bereich Marzling in den Landkreis Erding führt.

Eigentlich wollte Open Grid mit den Bauarbeiten bereits im zweiten Quartal des vergangenen Jahres beginnen. Doch daraus wurde nichts. Erst vor kurzem hat die Regierung mit der Beendigung des Planfeststellungsverfahrens Grünes Licht für das Projekt gegeben. „Aufgrund des verspätet eingetroffenen Planfeststellungsbeschlusses ist es zu Verzögerungen gekommen“, räumte ein Sprecher der Open Grid ein. „Wir haben bereits Maßnahmen eingeleitet, damit wir das Projekt trotzdem noch 2018 abschließen können.“ Ob das noch klappt, hängt vor allem von den Witterungsbedingungen ab.

Da ein beträchtlicher Teil der Leitungen durch Hopfenanbaugebiet führt, war im Planfeststellungsverfahren festgelegt worden, die Arbeiten dort in den Monaten von September bis April auszuführen. In diesem Zeitraum werden die Hopfengärten nämlich nicht bewirtschaftet. Ob sich Open Grid trotz verengten Zeitplans an diese Vorgabe hält, konnte der Unternehmenssprecher auf FT-Nachfrage nicht beantworten. „Das hängt davon ab, wie unsere Gegenmaßnahmen greifen.“ Fest steht, dass die Pipeline im Hopfenanbaugebiet mit einer Mindestüberdeckung von 1,3 Metern verlegt wird.

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