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So soll die neue Studentenanlage einmal aussehen: An der Rotkreuzstraße will der Münchner Bauträger BHB zwei große Gebäude errichten.

Grünes Wohnen verbindet TU-Theorie und Praxis

Neues Studentenquartier in Freising: Wohnen und Wissensaustausch

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Selbstanbau von Obst und Gemüse, Verarbeitung von Lebensmitteln, Bienen auf dem Dach: Ein geplantes Studentenquartier in Freising soll neue Maßstäbe setzen. 

Freising– Selbstanbau von Obst und Gemüse, Verarbeitung von Lebensmitteln, Bienen auf dem Dach: Nachdem der Campus Weihenstephan deutschlandweit für seine Studienfachrichtungen Landwirtschaft und Agrikultur bekannt ist, schickt sich nun das Immobilienprojekt „Bee Free“, das an der Rotkreuzstraße geplant ist, an, studentisches Wohnen über die Ortsgrenzen hinaus neu zu schreiben. Ausgehend vom universitären Lehrschwerpunkt will der Münchner Bauträger BHB zusammen mit lokalen Kooperationspartnern wie Imker Andreas Stuber vom Lehrbienenstand Freising oder dem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung das grüne Wohnquartier bis 2021 umsetzen.

In „Bee Free“ können Studenten das Wissen um Anbau, Essen und Nachhaltigkeit direkt aus dem Hörsaal in der Praxis umsetzen. Geplant sind zwei Gebäude, die einen großen Garten umschließen. „Unser Ziel war ein nachhaltiges Wohnprojekt, das seine Wurzeln in der DNA der Lehrfächer vor Ort hat“, sagt Melanie Hammer, Geschäftsführerin der BHB-Bauträger GmbH Bayern. „Mit dem Projekt Bee Free kombinieren wir studentisches Wohnen mit urbaner Agrikultur“, ergänzt die Architektin und Stadtplanerin Kerstin Hartig.

Der Bauantrag für das Quartier an der Rotkreuzstraße in Freising werde im April eingereicht, die Baugenehmigung im Sommer erwartet. Baubeginn für die 73 Einheiten soll im Herbst erfolgen.

Konzeptionell besteht „Bee Free“ laut Planern „aus mehreren Bausteinen“. So ist auf dem 770 Quadratmeter großen Freibereich im Herzen der Anlage der „Große Garten“ geplant. Dieser befindet sich zwischen den beiden Gebäuden, die die mehr als 70 Apartments mit Zimmergrößen von 15 bis 33 Quadratmetern beherbergen. Ein zweiter Baustein ist das „Grüne Haus“ in Holzbauweise am Ende des „Großen Gartens“, in dem Gartengeräte, Gartenmöbel, Pflanztöpfe und Samen lagern. Eine weitere Besonderheit ist die Gemeinschaftsküche.

Entlang der Laubengang-Erschließung der beiden Apartment-Gebäude werden die Absturzsicherungen mit dünnen Stahlseilen versehen. Diese bilden dann ein bepflanzbares Rankgitter. Auch die individuellen Loggien sind neben der Erholung für den eigenen Gemüseanbau vorgesehen.

Ein Dach des Neubaus will der Freisinger Imker Andreas Stuber für vier Bienenvölker nutzen. So können Studenten ihren eigenen „Bee Free“-Honig ernten und zum Frühstück genießen.

Eine weitere Besonderheit: Im Untergeschoß des „Bee Free“-Gebäudekomplexes befindet sich ein Lager- und Vorratskeller – ganz nach Freisinger Tradition.  

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