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Grundstücksverkauf im Steinpark: Hat die Stadt nicht genug aufgepasst?

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Von: Manuel Eser

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Das Stein-Center wurde von der Firma Küblböck noch realisiert. Das Grundstück, auf dem Hotel und Wohnungen entstehen soll, hat sie weiterverkauft. © FT-Archiv

Die Firma Küblböck ist von dem geplanten Hotel- und Wohnungsprojekt im Steinpark abgesprungen und hat das Grundstück verkauft. Auch wenn das Projekt nicht in Gefahr scheint, lautet die Frage: Hat die Stadt bei der Erstellung des Kaufvertrags geschlampt?

Freising hat wohl - im besten Fall - noch einmal Glück gehabt. Zwar kann die Stadt nicht glücklich sein, dass der Investor für ein Hotel und etliche Wohnungen im Steinpark abgesprungen ist. Denn dass die Firma Küblböck das Grundstück verkauft hat, könnte all diese wichtigen Pläne gefährden. Aber wie es aussieht, will der neue Besitzer des 9000-Quadratmeter-Areals, die Project-Gruppe, die bereits genehmigten Baupläne weiterverfolgen, und das nach eigenem Bekunden zielstrebig. Aber was wäre gewesen, wenn das Filetstück zu einem Spekulationsobjekt geworden und jahrelang brach gelegen wäre? In einer Zeit, wo Wohnungen dringend benötigt werden? 

Hätte die Stadt also den Vertrag nicht so formulieren müssen, dass so ein Weiterverkauf nicht möglich ist? Dass er wasserdicht ist? Vielleicht sollte der Stadtrat diesen Fall zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, künftige Kaufverträge mit einer Klausel zu versehen: eine, die den Weiterverkauf städtebaulich bedeutender Areale verbietet oder der Stadt zuvor zumindest ein Rückkaufsrecht lässt.

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