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Voll in Aktion waren in der Probe (v. l.): Christian Hellmich, Angela Spieckermann, Susanne Zandt, Florian Huber, Michael Knauf und Klaus Schneider.

Gruppe „Querspiel“ in Freising zeigt „Der zerbrochene Krug“

Klassiker im modernen Gewand

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Ein Klassiker mal anders: Die Freisinger Gruppe „Querspiel“ wagt sich an den „Zerbrochenen Krug“ von Heinrich von Kleist. Wer das Stück kennt, wird überrascht sein, denn statt Kleist’schen Blankversen wird in dem Lustspiel zeitgenössisch parliert.

Freising – Sie wagt sich also wieder vor den Kadi, die Gruppe „Querspiel“. Zeigten die gut aufgelegten Mimen im vergangenen Mai Szenen aus Geror Lohmeiers Königlich-Bayerischem Amtsgericht im Amtsgerichtsgarten, so wagen sie sich heuer an den Autor Heinrich von Kleist. Dessen „Zerbrochener Krug“, ein Lustspiel rund um den durchtriebenen Dorfrichter Adam, wird heuer ab 26. Januar auf der Bühne des St.-Georgs-Saal zu sehen sein: „Allerdings in einem modernen Gewand“ wie Projekt-Gesamtleiter Peter Thomas verspricht. Denn in der Regie von Doris Ruf wird die Kleist-Bearbeitung des Schriftstellers Josef Carl Grund in Szene gesetzt. Der Autor hat für den Deutschen Theaterverlag die Kleist’schen Blankverse in moderne Sprache umgesetzt.

Und diese Bearbeitung war die richtige Wahl für die „Querspiel“-Truppe, wie Peter Thomas jetzt verriet: „Die Spieler haben keine Probleme mit dem zeitgemäß adaptierten Text und haben sich bereits in ihre Rollen eingelebt.“ Regisseurin Doris Ruf hat sich zusammen mit Peter Thomas auch für eine ganz eigenwillige Umsetzung in punkto Kostüm entschieden: „Wir haben einige Figuren die ganz klassisch gewandet sein werden, andere wiederum kommen ganz bewusst im modernen Outfit daher.“

Die Geschichte des „Krugs“ sei eigentlich eine Tragikomödie, umreißt Peter Thomas: Dorfrichter Adam nutzt seine Stellung als Gerichtsherr in einer kleinen Landgemeinde schamlos aus: Er bereichert sich, betrügt, erpresst, nutzt seine Autorität auch für amouröse Abenteuer und zerstört dadurch beinahe das Glück zweier Liebenden – nur beinahe: Denn sein Schwindel fliegt auf, als Gerichtsrat Walter zur Visite kommt und Adams Machenschaften ruchbar werden.

Wie Peter Thomas betont, wolle man im Handlungsgeflecht „die komödiantischen Aspekte des Stücks“ stark betonen. Verbindende Elemente sind dazu noch die schmisssigen Lieder aus der Feder von Ulrike Dissmann.

Wer sich das „Lustspiel in der Sprache unserer Zeit“ nicht entgehen lassen will: Angesetzt sind drei Aufführungen im St.-Georg-Saal. Premiere ist am Freitag, 26. Januar, um 20 Uhr. Am Samstag, 27. Januar, wird um 20.30 und am Sonntag, 28. Januar, um 19 Uhr gespielt. Karten gibt es gegen einen Unkostenbeitrag an der Abendkasse.

Die Mitwirkenden

Richter Adam: Michael Knauf
Gerichtsrat Walter: Klaus Schneider

Schreiber Licht: Günther Progl

Krugbesitzerin: Angela Spiekermann

Tochter Eve: Susanne Zandt Veit: Christian Hellmich

Sohn Ruprecht: Florian Huber

Tante Brigitte: Kathrin Kahlert

Magd Grete: Katharina Grill Magd Liese: Carmelina Coduti

Souffleur/Bühne: Klaus Reichl

Regie: Doris Ruf

Lieder: Ulrike Dissmann

Gesamtleiter: Peter Thomas.

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