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Technischer Assistent mit Flugfähigkeit: Im Hans-Eisenmann-Zentrum für Agrarwissenschaften werden Drohnen zur Datenerfassung eingesetzt.

Gummibären-Tests und Versuche an der Holzkuh: So spannend ist die Forschung an der TU Weihenstephan

Auf eine 150 Jahre alte Geschichte blicht die Technische Universität München. Zum Jubiläum haben sämtliche Standorte ihre Türen geöffnet, um Interessierten Einblicke in die Forschung zu  geben. Auch in Weihenstephan war allerhand geboten.

Freising – 1868 unterzeichnete König Ludwig die Gründungsurkunde der Polytechnischen Schule München – die Keimzelle der Technischen Universität München (TUM). 150 Jahre ist das jetzt her. Anlässlich des Jubiläums durfte die Öffentlichkeit am Samstag Einblick in die Wissenschaft nehmen. Einen ganzen Tag lang öffneten die Standorte München, Garching, Freising und Straubing ihre Türen.

Auch am Campus in Weihenstephan war allerhand geboten. Süß, sauer, salzig, bitter oder umami: Das sind die Sinnesqualitäten der gustatorischen Wahrnehmung. Für den Laien ganz einfach erfassbar war das beim Infostand am Gebäude der Lebensmittelchemie an der Lise-Meitner Straße. Das rote, blaue, grüne oder gelbe Gummibärchen durfte nur mit geschlossenen Augen verkostet werden, die jeweilige Geschmacksrichtung wurde über die Rezeptoren auf der Zunge erfasst. Wie das biologisch funktioniert, das zeigten Wissenschaftler anhand von 3-D-Modellen. Warum das alles so im Detail erforscht wird? Letztendlich sei man bestrebt, die eine oder andere „bittere“ Pille geschmacklich zu verbessern, lautete die Antwort der Wissenschaftler.

Die Fußball-Fans kamen ebenfalls auf ihre Kosten

Auch im Institut für Waldwachstumskunde am Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz gab es eine beeindruckende Vorführung. Gezeigt wurde, wie sich Baumformen und Bestandsdaten mittels Laserscannern ermitteln ließen. Beim Improvisationstheater „Wald und Mensch“ zeigten Studierende ganz neue Blickwinkel auf ihre Forschungsfelder. Für Fußballfans war ein Besuch am Gewächshauslaborzentrum in Dürnast Pflicht. Dort konnte man auf dem gleichem Rasen dribbeln wie die FC-Bayern-Stars. Was ein HighTech-Green alles so aushalten muss: Auch das wird an der TUM in Weihenstephan erforscht.

Die ganz kleinen Besucher durften mit einer elektrisch betrieben Bummelbahn über den Campus rollen. Oder sich ein Speiseeis gönnen und dessen Weg über die Speiseröhre zum Magen via Wärmebildkamera verfolgen. Heranwachsende Sonnenblumenpflänzchen wurden vom Wissenschaftlernachwuchs in Töpfe umgepflanzt. Mit dem Trettraktor fuhren die jüngsten Besucher durch einen Parcours und starteten danach erste Melkversuche am Euter von Holzkuh „Liesl“.

Drohnen und Roboter zeigen ihr Können

Im Hans-Eisenmann-Zentrum für Agrarwissenschaften konnten die Besucher mittels spezieller Brillen Drohnenflüge mitverfolgen. Die Flugobjekte werden zur Datenerfassung und Dokumentation eingesetzt. Ein weiterer wichtiger Bereich der Digitalisierung: der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken zur Steuerung, Regelung, Überwachung und Automation von Verfahrensketten in der landwirtschaftlichen Produktion. Sprich: autonom arbeitende Roboter. Einer davon wurde den Besuchern eindrucksvoll vorgeführt.

Auch viele „Ehemalige“ waren zum Jubiläumsjahr an ihren Studienort zurückgekehrt. Die älteren Semester staunten, welche Vielfalt sich über die Jahre hin auf dem Life Science-Campus entwickelt hat.  


Maria Martin

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