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Hallbergmoos erhält eine mega Wellen-Anlage für Surfer.

Mega-Anlage geplant

Hawaii-Feeling in Bayern: Hier entsteht Deutschlands größtes Surfer-Paradies - und nicht nur das

Mega-Projekt in Hallbergmoos: In der Gemeinde soll eine riesige Wellenanlage für Surfer entstehen. Das europaweit einmalige Freiraumkonzept umfasst aber noch viel mehr.

München/Hallbergmoos – Die perfekte Welle am Fuße der Alpen vor den Toren Münchens: Hallbergmoos plant nach Texas und Wales die weltweit dritte kommerzielle Wellenanlage. Der Gemeinderat Hallbergmoos hat jetzt grünes Licht gegeben für das Konzept, das zwei Investoren umsetzen.

An sieben Tagen in der Woche und bis zu zehn Monate im Jahr sollen in Hallbergmoos künftig Surfer auf bis zu zwei Meter hohen Wellen auf ihre Kosten kommen. Die Planungen umfassen ein komplettes Freiraumkonzept mit Einzelhandel, Gastronomie, Büro und Boulevard im Herzen des bereits bestehenden Büroparks Munich Airport Business Park (MABP). Die Genehmigungsplanung soll in diesem Jahr beginnen.

Warum Hawaii? - Auch Hallbergmoos wird Surfer-Paradies

Mit dem großen Projekt kostenloser Linienbus wurde die Gemeinde Hallbergmoos gerade erst ausgebremst. Dafür kann das Rathaus bei diesem neuen Mega-Projekt Gas geben.

Mit dem Flugzeug von München zu den Surfspots an die Atlantikküste in Portugal, nach Biarritz, nach Hawaii - oder in den deutschlandweit ersten Wellenpark dieser Größenordnung in Hallbergmoos.

„Mit dem Konzept schaffen wir im Zentrum des Büroparks im gesamten Großraum München einen Ort mit besonderer Anziehungskraft“, erklärt Harald Reents, Bürgermeister der Gemeinde Hallbergmoos anlässlich des positiven Gemeinderatsbeschlusses zur Umsetzung. Das Projekt wird in exponierter Lage auf gut 32 000 Quadratmetern inmitten des Büroparks umgesetzt.

Freiraumkonzept mit Gastro und Einzelhandel

Es umfasst neben der Wellenanlage ein Multifunktionsgebäude, das Einzelhandel, Gastronomie, Arbeitswelten und ein Gründerzentrum auf mehr als 16 000 Quadratmetern beherbergt. Zusätzlich geplant sind ein Boulevard, eine Parklandschaft zum Verweilen und ein Parkhaus. „Oberstes Ziel ist es, ein Highlight mit einem Höchstmaß an Aufenthaltsqualität zu schaffen, das auch am Wochenende Anwohner, Münchner und Gäste aus Deutschland und ganz Europa erfreut“, erklärt Alexander Mademann Wirtschaftsförderer der Gemeinde Hallbergmoos.

Im Vorfeld des Gemeinderatsbeschlusses hatte sich im vergangenen Jahr bereits eine eigens ins Leben gerufene Arbeitsgruppe der Gemeinde mit der Entwicklung der Fläche beschäftigt. Chris Boehm-Tettelbach, Gründer und Vorstand der planworx AG und selbst leidenschaftlicher Surfer: „Die Wellenanlage in dieser Art ist absolut einmalig. Wir rechnen mit bis zu 400 Surfern pro Tag.“

Paradies für Surfer - und Business-People

Eine Betreibergesellschaft der planworx AG wird die Anlage betreiben. Die Rock Capital Group, die bereits im MABP den Businesscampus Skygate als Eigentümer und Vermieter betreut, hat das Projekt initiiert und das Konzept gemeinsam mit der planworx AG entwickelt und wird die Realisierung des Multifunktionsgebäudes innerhalb des Gesamtprojektes umsetzen. „Hier werden neben den einzigartigen Einzelhandels- und Gastronomieflächen zusätzlich hochattraktive Büro- und Eventflächen im aufstrebenden MABP geschaffen, an dem sich bis heute schon mehr als 250 Unternehmen niedergelassen haben. Die hybride Architektur mit der Mischung aus Sport, Freizeit, Gastronomie, Einzelhandel und Büronutzungen sorgt für urbanes Flair innerhalb des MABP“, sagt Peter G. Neumann, Geschäftsführer der Rock Capital Group.

Surfer-Paradies, Einkaufsoase und Business-Quelle: Das ist der Mega-Plan.

Christian Lealahabumrung, Geschäftsführer der Rock Capital Group, fügt hinzu: „Besonders freuen wir uns aber, dass wir ein in Deutschland und so auch in Europa einmaliges Projekt realisieren dürfen, das für die Region Bayern aber insbesondere für Jung und Alt eine einzigartige Bereicherung sein wird. Mit der Genehmigungsplanung werden wir jetzt sofort starten.“

Höchste Geheimstufe wegen Grundstücksdeal

Wegen offener Grundstückverhandlungen hat die Kommune den überraschenden Deal hinter verschlossenen Türen ausgehandelt. Man sei sich schnell einig geworden, sagt Bürgermeister Harald Reents, nachdem die Projektidee 2018 an die Gemeinde herangetragen worden war. Man hatte ohnehin nach ein geeigneten Nutzung für das „Filetgrundstück“ inmitten des Gewerbeparks gesucht. „So sind die Fäden schnell zusammengelaufen.“ 

Zur Investitionssumme für die Surfanlage konnte Reents keine Angaben machen. Er rechnet mit mindestens einem Jahr Planungsphase. „In dieser Amtsperiode werden voraussichtlich noch keine Bagger rollen.“ Die Kommune verspricht sich von dem Projekt ein Alleinstellungsmerkmal. Das „Leuchtturmprojekt“ sei aber keine „exklusive Geschichte“ für Unternehmen und Beschäftigte. Von den Freizeitangeboten, der Gastronomie und den Geschäften profitiere sollen laut Reents auch die Hallbergmooser – speziell die Familien der 11 000-Einwohner-Gemeinde.

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Video: Das sind die gefährlichsten Surf-Orte der Welt

*merkur.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion

Eva Oestereich und Manuel Eser

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