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Waldinventur aus dem Weltraum

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Von: Wolfgang Schnetz

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Bei der Preisverleihung (v. l.): OB Tobias Eschenbacher, Adelheid Wallner, Markus Immitzer, Laudator und Abteilungsleiter Rudolf Seitz und der Vizepräsident der LWF, Kurt Amereller. © LWF

Ein deutsch-österreichisches Projektteam unter Leitung von Adelheid Wallner (LWF) und ihrem österreichischer Partner Markus Immitzer (Universität für Bodenkultur, Wien), hat ein Verfahren entwickelt, das die Satellitendaten erfasst und für die Forstpraxis aufbereitet. Dafür erhielten die Forscher den Hans-Karl-Goettling-Preis.

Freising – Mit scharfen Augen blicken Satelliten aus dem All auf und unter die Kronen von Bayerns Wäldern. Ein deutsch-österreichisches Projektteam unter Leitung von Adelheid Wallner (LWF) und ihrem österreichischer Partner Markus Immitzer (Universität für Bodenkultur, Wien), hat ein Verfahren entwickelt, das die Satellitendaten erfasst und für die Forstpraxis aufbereitet. Dafür erhielten die Forscher den Hans-Karl-Goettling-Preis, der am Montag im Rathaus verliehen wurde.

Die Experten der Fernerkundung an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Weihenstephan verfolgen seit Jahren das Ziel, möglichst viele der von der forstlichen Praxis benötigten Informationen über die Wälder Bayerns effizient und auf großer Maßstabsebene zu erfassen.

Adelheid Wallner und Markus Immitzer haben in jahrelanger Arbeit mit einer Reihe von Projekten das Nutzungspotential von Satellitendaten für Betriebsplanung und forstliches Katastrophenmanagement untersucht und bestätigt. Sie konnten unter anderem nachweisen, dass die Verknüpfung von Stereo-Satellitendaten aus dem All mit Stichprobendaten aus der Waldinventur „vor Ort“ wichtige forstwirtschaftliche Parameter wie Höhe oder Holzvorrat von Wäldern korrekt abbildet. Auch die Erstellung einer bayernweiten Verbreitungskarte für Fichten und Kiefern auf der Fernerkundungsbasis war eines der Projektziele.

Die Karte liefert die Grundlage für Entscheidungsprozesse im klimawandel-bedingten Waldumbau und ist die Basis von Klimarisiko-Betrachtungen dieser Hauptbaumarten in Bayern.

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