Die Hauptfeuerwache wurde gerockt

Freising - Gut, dass die Freisinger Hauptfeuerwache eine gute und leistungsfähige Stromversorgung hat. Denn am Samstag war sie dringend von Nöten: Das Isarrock-Festival bot gleich vier Bands auf, die sich ganz der Stromgitarren-Musik verschrieben haben und sie dann auch fast gnadenlos zelebrierten.

Denn auch wenn es die Headliner von A Life divided inzwischen gewohnt sind, vor großem Publikum aufzutreten, für die drei anderen Bands war der Gig vor mehreren hundert Zuhörern schon etwas Besonderes. Und zu einem 150. Geburtstag wie dem der Freisinger Feuerwehr spielt man schließlich auch nicht alle Tage.

A life divided sind derzeit groß im Geschäft. Fünf echte Typen, die ihr Versprechen, sich die Seele aus dem Leib zu spielen, hielten, rockten die Feuerwache, dass es nur so eine Freude war. Eine Freude freilich für die Fans der etwas härteren Gangart. Denn ob das nun Stücke mit einem satten Anteil Elektro-Rock oder ganz deftige Songs im Black-Metal-Stil waren - Rock war das immer, was die wilden Gesellen um Frontman und Sänger Jürgen Plangger herum ihren Gitarren entlockten. A life divided können es sich inzwischen sogar schon leisten, das Mikro ins Publikum zu halten. Denn dem ist der Refrain der meisten Songs bekannt - Mitsingen ist Pflicht.

Wer sich gefragt hatte, ob die Hauptfeuerwache überhaupt als Location für ein Rockkonzert taugt, dessen Zweifel wurden beim Betreten der Halle ausgeräumt: Vorne eine große Bühne mit fetten Boxen und satter Lightshow, die Wände und Tore mit schwarzem Tuch verhängt, gleich beim Eingang der große Getränkeausschank - die Floriansjünger haben bewiesen, dass auf sie auch im Einsatz als Konzertveranstalter Verlass ist. Schön - und gar nicht selbstverständlich - war es auch, dass schon zu Beginn des Festivals viele Besucher in der Halle waren, um die drei ersten Bands zu hören und lautstark zu unterstützen. Da war zunächst Third Eye aus Neufahrn, die mit ihrem heftigen Rock nicht nur die Magenwände des Publikums, sondern auch den Boden und die Decke der Hauptfeuerwache einer Belastungsprobe unterzogen.

Da war Bierophil aus Freising, die mit Sängerin Dani so etwas wie Rockröhre Pink aus Freising und mit Sänger Flo einen Mann am Mikro haben, der schwer nach Nickleback klingt. Böse Songs für „Mädels“ hatte man ebenso im Gepäck wie „Johnny B. Goode“.

Und da war Black Blitz aus München, dessen ganz klare, sehr exakte Gitarrenriffs und heftig treibende Drums das Markenzeichen des Trios sind und die als Anheizer für A life divided geradezu ideal waren.

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