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Investitionen in Schulen (hier die Berufsschule, die neu geba ut werden soll) prägen den Kreishaushalt.

Erste Eckdaten

Haushalt: Ohne Schulen hätte der Landkreis Freising keine Schulden

Müsste man nicht ständig in die Schulen investieren, „wäre der Landkreis ganz schnell schuldenfrei“, sagt Landrat Josef Hauner. Doch man muss investieren. Viel sogar. Und auch deshalb wird der Etat für 2018 eine knappe Sache.

Freising – Noch sind es Schätzungen, aber die wesentlichen Grundlagen sind schon bekannt. Und deshalb hat Landrat Josef Hauner am Donnerstag im Kreisausschuss seine Räte schon einmal darauf vorbereitet, wie der Haushalt 2018 wohl aussehen wird.

Was für die 24 Landkreiskommunen am wichtigsten ist, ist die Höhe der Kreisumlage. Bei 47,9 Prozentpunkten liegt sie derzeit. Und dabei dürfte es 2018 auch bleiben, wie Hauner sagte. Weil die Umlagekraft der Gemeinden gestiegen ist, würde der Landkreis bei einem gleichbleibendem Hebesatz 7,5 Millionen Euro mehr einnehmen. 1,2 Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen vom Freistaat würde man erhalten.

Doch dem stehen auch Mehrausgaben gegenüber: Da ist die Bezirksumlage, die um 1,5 Prozentpunkte steigen wird und mit 6,5 Millionen Euro mehr beim Landkreis zu Buche schlägt. Die Krankenhausumlage dürfte um eine Million steigen. Für den Schulsachaufwand müsse man auch 2,3 Millionen Euro mehr veranschlagen, schließlich habe man 2018 Realschulen in Au und in Freising, außerdem das Dom-Gymnasium zu tragen. Ausgaben für den ÖPNV werden um 1,1 Millionen Euro steigen, das Jugendamt brauche eine Million mehr und schließlich werden auch die Personalkosten um rund zwei Millionen Euro steigen. Das Ende vom Lied: Mehreinnahmen in Höhe von 8,7 Millionen Euro – das ist die gute Botschaft – muss man Mehrausgaben in Höhe von 14 Millionen Euro gegenüberstellen – und das ist die schlechte Nachricht.

Für das Schulzentrum stehen riesige Investitionen an

Allerdings kündigte der Landrat an, dass man gleichzeitig einen Überschuss von fast vier Millionen Euro erwirtschaften werde, so dass man – auch alle anderen Posten eingerechnet – zum jetzigen Zeitpunkt für 2018 von einer „Unterdeckung“ in Höhe von zwei Millionen Euro ausgehe. Die aber, so versicherte der Landrat, werde man im Lauf der Haushaltsberatungen ausgleichen können. Die Folge: Die Kreisumlage werde wohl nicht angehoben, leider aber auch nicht gesenkt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass riesige Investitionen in Schulbauten (beispielsweise in den Neubau der Berufsschule und in das gesamte Schulzentrum an der Wippenhauser Straße), in Personalwohnungen und in Parkflächen für das Klinikum anstünden, könne man die Gemeinden nicht entlasten. Müsste man keine Schulen bauen, dann wäre man freilich ganz schnell herunter vom Schuldenberg, betonte Hauner. Derzeit hat der Kreis 35 Millionen Euro Miese.

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