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Florian Herrmann: „Als Politiker benötigt manein etwas dickeres Fell.“

„Heimatzerstörer“

Herrmann zum Plane-Stupid-Plakat: „Jeder sollte sich fragen, ob das hilfreich ist“

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Er ist schon lange im Visier von Plane Stupid und nun auch Blickfang für viele Autofahrer: Florian Herrmann, Heimatabgeordneter und neuer Chef der Staatskanzlei in München. Im FT-Interview berichtet er, was er über die Anfeindungen der Startbahngegner denkt, welche Reaktionen er bereits bekommen hat, und welchen Fehler er vielleicht begangen hat – und trotzdem dazu steht.

-Herr Herrmann, auf dem neuen Plakat von Plane Stupid werden Sie als „Heimatzerstörer“ bezeichnet. Hat Sie das betroffen gemacht?

Jeder muss wissen, auf welches Niveau er sich begibt. Mein Stil ist es nicht, andere Leute zu diffamieren. Punkt.

-Sie fühlen sich diffamiert?

Das Wort „Heimatzerstörer“ kenne ich nun seit über zehn Jahren. Es wurde bereits vor der Landtagswahl 2013 an mein Bürgerbüro geschmiert. Als Politiker benötigt man ein etwas dickeres Fell, aber das entspricht nicht meinem Verständnis von vernünftigem Umgang. Jeder, der gegen die Startbahn ist, sollte sich fragen, ob diese Aktion hilfreich und zielführend ist.

-Haben Sie schon Reaktionen auf das Plakat bekommen?

Diejenigen, die mir bisher Feedback gegeben haben, fanden es keine besonders gelungene Aktion.

-Die Startbahngegner kreiden Ihnen an, dass Sie sich der Stimme enthalten haben, als es darum ging, eine Umwandlung der FMG in eine Aktiengesellschaft auszuschließen. War es ein politischer Fehler, dass Sie sich da nicht klar bekannt haben?

Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft sollte man nicht nur durch die Brille „3. Startbahn“ sehen. Deshalb habe ich mich in dieser Frage enthalten – auch wenn mir das Ärger eingebracht hat. Meine Position gegen die 3. Startbahn vertrete ich jedenfalls konsequent, und das seit 13 Jahren.

-Wann zum Beispiel?

Bei zig Abstimmungen im Landtag. Bei Debatten im Plenum. Ich bin mir im Übrigen auch mit dem Ministerpräsidenten einig, dass wir eine umfassende Zukunftsdiskussion zur Verkehrsinfrastruktur in der Flughafenregion führen müssen.

-Das Plakat könnte ein Vorgeschmack auf die nächsten Monate sein. Stellen Sie sich auf einen ungemütlichen Wahlkampf ein?

Dass mich das Thema 3. Startbahn auch im Wahlkampf begleiten wird, war mir immer klar. Auf welchem Niveau das geschieht, liegt an den anderen. Ich jedenfalls werde mir treu bleiben und auch weiterhin sachlich argumentieren.  mes

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