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In Freising gibt es jetzt eine ambulante Hebammen-Sprechstunde für Frauen im Wochenbett.

Kostenlose Wochenbett-Beratung

Hilfe nach Entbindung: Neue ambulante Hebammen-Sprechstunde in Freising

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Für Frauen im Wochenbett gibt es in Freising ein neues Beratungsangebot: eine ambulante Hebammen-Sprechstunde, die kostenlos ist und ohne Anmeldung läuft.

Freising – Eine blaue Liege, eine Wickelkommode, ein Schreibtisch. Auf dem Tisch stehen Blumen, an den Wänden hängen ein paar bunte Bilder: Der kleine Raum im Seitengebäude des Gesundheitsamts an der Johannisstraße 8 in Freising ist seit dem 1. April eine Anlaufstelle für junge Mütter. Zwei Hebammen bieten hier donnerstags eine offene Wochenbettsprechstunde an.

„Das Thema bewegt viele Betroffene schon seit Jahren“, sagte Landrat Josef Hauner bei der Vorstellung des neuen Projekts der Gesundheitsregion Plus am Mittwochnachmittag. Da viele Familien wegen der extremen Auslastung keine Geburtshelferin bekämen, habe man in diese ambulante Versorgung investiert. „Als wir mit der Gesundheitsregion 2016 gestartet sind, war die Hebammen-Versorgung bereits Thema“, berichtete Geschäftsführerin Susanne Bauer. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert die Geburtshilfe durch finanzielle Unterstützung im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Hebammen. Diese Zuwendungen werden in Freising nun in eine Wochenbettambulanz investiert. Die Arbeitsgruppe um Gesundheitsamts-Leiter Lorenz Weigl habe das Konzept zusammen mit allen Akteuren erarbeitet.

Hebammen erklären, wer die Wochenbett-Beratung in Freising nutzen kann

Auf Wunsch der Hebammen gibt es in Freising nun eine ambulante und kostenlose Sprechstunde für Frauen, die entbunden haben. Die Hebammen Petra Öttl und Anna-Elisabeth von Uslar-Gleichen sind auf 450-Euro-Basis für die Familien zuständig, die bislang keine Betreuung haben. Immer donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr beraten sie junge Mütter und Väter. „Jede Frau im frühen oder späten Wochenbett kann kommen“, betont von Uslar-Gleichen. Sie und ihre Kollegin kalkulieren etwa eine halbe Stunde für jede Frau ein, das macht vier an einem Nachmittag. „Es wird mit Sicherheit jede drankommen“, betont die Hebamme. „Wir wollen uns Zeit nehmen, um alle Fragen zu beantworten.“ 

Stolz auf das neue Projekt: (v.l.) Landrat Josef Hauner, Lorenz Weigl (Gesundheitsamt), Hebamme Anna-Elisabeth von Uslar-Gleichen und Susanne Bauer (Gesundheitsregion Plus).

Die Hebammen betreuen sowohl das Kind als auch die Mutter im Wochenbett und überprüfen den jeweiligen Gesundheitszustand. Zum Beispiel kontrollieren sie das Gewicht des Babys, begutachten Geburtsverletzungen der Mutter oder beraten beim Stillen. Außerdem begleiten die Expertinnen die Familien und leiten sie zur Selbsthilfe an. „Wenn es nötig ist, vermitteln wir weiterführende Hilfsangebote“, erklärt von Uslar-Gleichen. „Wir sind eng vernetzt mit der Kinderschutzstelle, mit Psychologen und dem Frauenhaus.“ Sie und ihre Kollegin wollen alles dafür tun, um den Start ins Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Öffnungszeiten der ambulanten Hebammen-Sprechstunde in Freising

Die offene Wochenbettsprechstunde findet donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr im Gesundheitsamt an der Johannisstraße 8 in Freising statt. Die Beratung ist kostenlos und ohne Anmeldung. Mitzubringen sind der Mutterpass, das gelbe Untersuchungsheft und die Krankenversicherungskarte.

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