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Der Facebook-Post von AfD-Funktionär Markus Schierling (r.).

Strafanzeige gegen Afd-BezirkstagsKandidat

„Hitlergruß“ von der Zugspitze: Aufregung um AfD-Funktionäre

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Funktionäre des AfD-Kreisverbandes Freising-Pfaffenhofen in Erklärungsnot: Markus Schirling (44), Kassier des AfD-Kreisverbandes und Direktkandidat der AfD für die Bezirkstagswahl, hat auf seiner nichtöffentlichen Facebook-Seite ein umstrittenes Bild hochgeladen.

Freising – Dazu steht die Textzeile: „Höchste Stelle vom Reich“. Auf mehreren Facebook-Seiten, die rechte Umtriebe beobachten, wurde das Foto gestern öffentlich gemacht. Grünen-Politiker Johannes Becher hat sofort Strafanzeige gegen die AfD-Funktionäre gestellt.

Bereits Mitte August 2014 hat Schirling das Foto hoch-geladen, so haben die Recherchen derjenigen ergeben, die das Foto entdeckt und nun online gestellt haben. Zumindest bis gestern – also fast vier Jahre lang –, war das Foto für die FB-Freunde von Markus Schirling sichtbar. So steht es in den gestern veröffentlichten Posts auf den Seiten der „Erdlinge“, von „AfD Watch Freising“ und „Endstation Rechts Bayern“ nachzulesen. Rund 900 Freunde habe Schirling auf Facebook, einer davon habe das Foto mit „Heil geil“ kommentiert.

Schirling war gestern nicht zu erreichen. Der AfD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Johannes Huber schon. Er kenne das Foto nicht, beteuerte der MdB zunächst. Eine Stunde später teilte Huber, der zu den FB-Freunden Schirlings gehört, mit, er habe das Foto jetzt „zur Kenntnis genommen“, könne aber derzeit kein Urteil abgeben. Auch Schirling sei noch zu keiner Stellungnahme bereit, teilte Huber mit. Man werde die Sache im Vorstand besprechen. Dort hätten Schirling und Salloch Gelegenheit, sich zu äußern.

Schirling hat in dem öffentlich zugänglichen Teil seines Facebook-Profils angegeben: „Arbeitet bei Deutscher Bundestag“. Das dementiert Huber allerdings: Schirling sei weder bei der AfD-Fraktion noch bei ihm im Berliner Büro angestellt. „Da hat er sich wohl einen Spaß erlaubt“, so Huber. Eine Stunde später war diese Angabe aus dem Facebook-Profil von Schirling gelöscht. Doch ganz unbeteiligt ist das Abgeordnetenbüro von Huber in diesem Fall nicht: Hubers Büroleiterin Linn Deborah Kuppitz, die auf Facebook als Linn Siebecke auftritt, hat das Bild, das Salloch und Schirling in „Hitler Gruß!“-Pose zeigt und das Huber bis gestern Mittag nicht kannte, geliked.

„Beschämend“ findet den Vorfall der SPD-Ortsvorsitzende und Landtagskandidat Markus Grill: „Wer die AfD in der Region jetzt noch wählt, hat keine Ausrede mehr“, kommentiert er auf Facebook.

Das AfD-Duo steht bei dem Foto übrigens nicht auf dem Gipfel der Zugspitze, sondern auf dem Zugspitzplatt vor dem Restaurant, einige hundert Meter unterhalb. Also nicht „höchste Stelle vom Reich“. 

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Ein anderer Fall aus den USA sorgt ebenfalls für Entrüstung. Dort hat eine Gruppe angehender Gefängniswäter den Hitlergruß gezeigt - und das alles auf Foto festgehalten.

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