Aufbruch ins Ungewisse: Der Wasserrettungszug des BRK Bayern ist unterwegs.
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Aufbruch ins Ungewisse: Der Wasserrettungszug des BRK Bayern ist unterwegs.

BRK vor Ort, THW und Navis stehen parat

Hochwasser-Katastrophe: Hilfskräfte aus dem Landkreis Freising packen mit an - Spendenaktion gestartet

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  • Hans Moritz
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  • Armin Forster
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  • Helmut Hobmaier
    Helmut Hobmaier

Die Bilder aus dem Westen Deutschlands, wo ganze Orte in Fluten versinken, sind dramatisch. Aus dem Landkreis Freising eilt nun tatkräftige Hilfe herbei.

Landkreis Freising – Die Rettungskräfte im Landkreis Freising stehen bereit, um im Katastrophengebiet im Westen Deutschlands zu helfen. Bereits im Einsatz ist eine BRK-Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung der Wasserwacht. „Das sind zwei Fahrzeuge mit etwa acht Helfern, die komplett mit Boot und allem drum und dran ausgestattet sind“, berichtet BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl. Zusammen mit 14 weiteren Schnelleinsatzgruppen der Wasserrettung Bayern seien die Freisinger am Donnerstag gegen 22 Uhr Richtung Mönchengladbach aufgebrochen. Im Einsatzgebiet erwartet die Einheiten ein unvorstellbares Bild der Zerstörung und des Leids: massive Infrastrukturschäden, eingeschlossene Bewohner sowie eine unklare Anzahl Vermisster und Toter.

Bei der Moosburger Hilfsorganisation Navis verfolgt man derzeit intensiv, wie sich die Lage entwickelt und wo sich Einsatzmöglichkeiten ergeben könnten. „Wir beobachten das sehr genau“, sagt Vorsitzender Wolfgang Wagner. Er will dabei auf sein Netzwerk in Malteser-Kreisen zurückgreifen: „Wir werden versuchen, den Trierer Malteser-Geschäftsführer zu kontaktieren, um zu erfahren, ob und wie wir Hilfe leisten können.“ Unter anderem sei ihm zu Ohren gekommen, dass es mancherorts an Trinkwasser fehle, sagt Wagner. Die Aufbereitung von Trinkwasser ist neben der Versorgung von Verletzten seit Jahren das Steckenpferd von Navis. Mit Hochwasserkatastrophen kennt man sich in der Nichtregierungsorganisation ebenfalls bestens aus: Die Ehrenamtlichen haben in der Vergangenheit nicht nur bei Überschwemmungen etwa in Sri Lanka, Pakistan oder Mosambik die Ärmel hochgekrempelt, sondern auch bei der Hochwasser-Katastrophe 2013 in Deggendorf.

„Wir sind vorbereitet“, meldet auch Michael Wüst, „wir stehen Gewehr bei Fuß“. Doch noch rückt das THW Freising nicht ins Katastrophengebiet nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aus. Was das Abstützen von Gebäuden betrifft und den Bau von Behelfsbrücken, ist das Technische Hilfswerk Freising eine professionell aufgestellte Hilfstruppe. „Doch das sind Dinge, die jetzt noch nachrangig sind“, berichtet der Ortsbeauftragte, „jetzt geht es darum, Menschenleben zu retten“. Vollgelaufene Staubecken laufen bereits über, Dämme drohen zu brechen. Daher seien THW-Einheiten aus Franken auf dem Weg ins Katastrophengebiet, die mit ihren Hochleistungspumpen – 20 000 Liter pro Minute – die Staubecken entlasten sollen. „Hier zählt wirklich jede Minute“, sagt Wüst, „und wir sind in Freising einfach vier Stunden weiter weg als die Kollegen aus Franken.“

Der Flughafenverein möchte so schnell wie möglich den Opfern der Hochwasserkatastrophe helfen – so wie nach den Fluten 2013 und 2016 in Bayern. „Damit unsere Hilfe genau da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, werden wir vor Ort mit den zuständigen Landkreisen in Kontakt treten, um die Hilfe zielgerichtet zu koordinieren“, verspricht Vorsitzender Thomas Bihler.

Das Sonderkonto Hochwasseropfer Rheinland-Pfalz und NRW ist bei der Sparkasse Erding-Dorfen angelegt. Die BIC lautet BYLADEM1ERD, die IBAN: DE12 7005 1995 0000 966333.

Ein dramatischer Unfall hat sich am Freitag auf der A92 München-Deggendorf ereignet. Dabei wurde eine Fahrschülerin auf ihrem Motorrad eingeklemmt und schwerst verletzt.

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