+
Wieder freie Fahrt: Der Hochwasserschutz zwischen Oberhummel und Gaden wurde abgebaut.

Schutzmaßnahme nach Starkregen

Hochwasser-Ticker Kreis Freising: Sperre bei Hummel und Gaden abgebaut

  • schließen
  • Manuel Eser
    Manuel Eser
    schließen
  • Armin Forster
    Armin Forster
    schließen

Gute Nachrichten in Sachen Hochwasser: Im Landkreis Freising entspannt sich die Lage. Davon profitieren unter anderem Autofahrer zwischen Hummel und Gaden.

+++ AKTUALISIEREN+++

Update, 24. Mai, 11.30 Uhr: Hochwasser-Sperre bei Oberhummel abgebaut

Gute Nachrichten: Das Hochwasser ist an der Isar deutlich zurückgegangen, bereits heute Vormittag sank es laut Landratsamt am Messpunkt in Freising unter die Meldestufe 1. Der Pegelstand betrug um 11 Uhr nur noch 2,23 Meter.

Nach Rückgang des Wassers konnte auch die Kreisstraße FS13 zwischen Oberhummel und Gaden am Vormittag wieder freigegen werden.

Der Isarradweg im Landkreis Freising ist jedoch noch teilweise überflutet. Durch das Hochwasser sind außerdem einige Teile des Weges weggebrochen. Er bleibt daher bis auf weiteres weitreichend gesperrt.

Auch in anderen Orten herrscht derzeit Hochwasser - Das Wetter im Ticker.

Update, 23. Mai, 16.20 Uhr: Undichte Stellen am Deich: Kreisstraße bleibt gesperrt

Auch wenn die starken Regenfälle vorbei sind, ist die Hochwasser-Gefahr noch nicht gebannt: Am Mittwochabend entdeckte die Feuerwehr Gaden mehrere undichte Stellen am Deich zwischen Oberhummel und Gaden. Kreisbrandrat Manfred Danner und Vertreter der Führungsgruppe Katastrophenschutz waren noch in der Nacht vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Auch das Wasserwirtschaftsamt München und die Flussmeisterstelle Freising machten sich ein Bild. Ergebnis: „Derzeit besteht keine akute Gefahr“, teilte das Landratsamt mit. 

Land unter: Die Kreisstraße FS 13 zwischen Oberhummel und Gaden steht seit Montag unter Wasser. Vorsorglich wurden Deichsperren errichtet. Die Straße bleibt weiterhin für den gesamten Verkehr gesperrt.

Die Kreisstraße FS 13 zwischen Oberhummel und Gaden bleibt wegen der Überflutung jedoch weiterhin gesperrt. Auch der Isarradweg im Landkreis Freising kann noch nicht befahren werden. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die überfluteten Uferbereich wegen des Hochwassers unbedingt gemieden werden sollen. „Auch Bootsfahrten sollten unterlassen werden.“

Hochwasser-Einsatz an der Isar: Die Firma Wurzer entfernte angeschwemmtes Treibholz, um den Durchfluss zu gewährleisten – und die Korbiniansbrücke zu schützen.

Update, 22. Mai, 22.53 Uhr: Großeinsatz an der Isar: Retter suchen Wasser nach vermisster Person ab

Ein massives Aufgebot an Rettern hat die Isar nördlich von München nach einer vermissten Person abgesucht. Sie tauchte offenbar bei Ismaning unter. 

Auf den meisten Isarbrücken in der Region nördlich von München herrschte am Mittwochabend Ausnahmezustand: Zahlreiche Retter hielten dort Ausschau nach einer vermissten Person, die in den reißenden Hochwasserfluten vermutet wurde. Ein Polizei-Hubschrauber musste nach kurzer Suche wieder abdrehen und der Feuerwehr-Chef richtete einen dringenden Appell an die Bevölkerung. Mehr Infos: Großeinsatz an der Isar zwischen München und Freising: Retter suchen Wasser nach vermisster Person ab

Update, 22. Mai, 16.13 Uhr: Isar-Pegel steigt wieder

Das Auf und Ab geht weiter: Am Mittwochnachmittag hat sich die Lage erneut geändert: Nach der Öffnung eines Stauwehrs in Oberföhring gegen 14 Uhr meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern, dass der Flusspegel der Isar im Landkreis Freising wieder leicht ansteigt. „Der Höchststand des Hochwassers wird in der Nacht zum Donnerstag erwartet“, teilte Landratsamtssprecherin Eva Zimmerhof mit. 

Gerechnet wird mit einem höheren Pegel als noch nachts zuvor: mit 3,13 Meter. „Feuerwehr und THW sind in der Nacht in Bereitschaft und beobachten die aktuellen Entwicklungen“, sagte Zimmerhof. Nach derzeitigen Prognosen seit auch noch in den kommenden Tagen mit Pegelständen der Meldestufe 2 zu rechnen, bei der es zur Überflutung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen sowie leichten Verkehrsbehinderungen auf größeren Straßen kommen kann.

Das bedeutet auch, dass die Straße zwischen Hummel und Gaden bis auf Weiteres gesperrt bleibt. Die Umleitung des Verkehrs verläuft über Langenbach, Moosburg, Zustorf und Gaden.

Update, 22. Mai, 14.42 Uhr: Grundwasser steigt

Die Wende ereignete sich am frühen Mittwochmorgen: Um 5 Uhr erreichte das Isar-Hochwasser seinen Spitzenwert: einen Pegel von exakt drei Metern. Seitdem gehen die Fluten zurück, berichtet Karoline Schatz, Abteilungsleiterin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Freising. „Die Situation an den Flüssen entspannt sich.“ 

Bis in den Mittwoch hinein galt die Hochwasser-Meldestufe 2, bei der es zur Überflutung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen und leichten Verkehrsbehinderungen auf größeren straßen kommen kann. Die Prognose von Schatz: „Der Pegel wird sich noch einige Zeit über der Meldestufe 1 halten.“ Kreisbrandrat Manfred Danner stuft die Hochwasserlage im Landkreis als entspannt ein. 

Sorgen bereitet ihm aber das Grundwasser. An der Messstelle Freising-Lerchenfeld ist der Pegel von Montagnacht bis Mittwochmittag um etwa 1,80 Meter angestiegen. In Moosburg gab es eine Steigerung um etwa 1,25 Meter. „Damit wurde der höchste Wasserstand seit 2008 erreicht“, sagte Danner. Seine Empfehlung: „Hausbesitzer, die schon einmal Probleme mit vollgelaufenen Kellern hatten, sollten sie kontrollieren und dort gelagerte Sachen höher stellen.“

In Moosburg sei in einzelnen Kellern bereits Wasser eingetreten. Das Problem dürfte auch die kommenden Tage bestehen bleiben. Feuerwehr und THW weisen die Bevölkerung darauf hin, dass Einsatzkräfte Kellergeschoße aus fachlichen Gründen in der Regel erst auspumpen können, wenn der Grundwasserpegel wieder sinkt. Andernfalls sei die Gefahr groß, dass sich die statischen Belastungen für die Gebäude aufgrund des von unten drückenden Grundwassers erhöhen.

Update, 22. Mai, 13.52 Uhr: Flut-Einsatz in Freising

Auch in Freising sorgte die Isar am Dienstagabend für einen Einsatz, wie Danner mitteilte. An der alten Isarbrücke holte die Firma Wurzer Treibholz aus dem Fluss. „Hauptsächlich ging es darum, den optimalen Durchfluss zu gewährleisten“, sagte Kreisbrandrat Manfred Danner. Zugleich sollte so aber auch das Bauwerk geschützt werden. „Denn je mehr Treibholz sich dort verkeilt, umso stärker wird der Druck auf die Brücke.“

Update 22. Mai, 12.55 Uhr: Sperrung bleibt bestehen

Zwar geht der Pegel in der Isar inzwischen zurück. Die Sperrung der Straße zwischen Hummel und Gaden bleibt aber bestehen. Dort wurden aus Gründen des Hochwasserschutzes Spundwände aufgebaut. Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, ist nach Informationen von Josef Kratzer, Kommandant der Feuerwehr Ober- und Niederhummel „noch nicht absehbar“. Die Umleitung des Verkehrs verläuft über Langenbach, Moosburg, Zustorf und Gaden.

Die Lehren aus dem Pfingsthochwasser 1999: Vor exakt 20 Jahren wurde die Straße von Hummel nach Gaden überflutet. Inzwischen gibt es Spundwände, die derzeit montiert sind.

Erstmeldung, 21. Mai, 19.15 Uhr

Der Pegel stieg und stieg. Am Dienstagabend führte das Isar-Hochwasser im Landkreis Freising zu Konsequenzen. Auf der Straße zwischen Hummel und Gaden mussten um 18 Uhr die Spundwände aufgebaut werden – „eine Vorsichtsmaßnahme“, betonte Kreisbrandrat Manfred Danner. Der Isarpegel sei auf 2,77 Meter angestiegen. Bei 2,75 Meter muss der Schutz aktiviert werden. So schreibt es der Maßnahmenkatalog in solchen Fällen vor. 

Isar-Hochwasser: Straße für Berufsverkehr gesperrt

„Sobald der Pegel fällt, wird die Sperre wieder aufgehoben“, betonte Danner. Die Lage im Landkreis sieht der Kreisbrandrat nicht dramatisch – „das wird sich bei Meldestufe 2 einpendeln“.

Spundwände zum Schutz vor dem Isar-Hochwasser hat die Feuerwehr Hummel am Dienstagabend auf der Straße zwischen Hummel und Gaden aufgebaut. Auf dem Bild ist sie etwa einen dreiviertel Meter hoch.

Die Straße bleibt nach Auskünften der Feuerwehr über Nacht gesperrt – und auch für den Berufsverkehr am Mittwochmorgen ist zwischen Hummel und Gaden kein Durchkommen.

Auch in Freising kommt es zum Einsatz

Auch in Freising führte das Hochwasser am Dienstagabend zu einem Einsatz, wie Danner mitteilte.  An der alten Isarbrücke holte die Firma Wurzer Treibholz aus dem Fluss. Beim aktuellen Isar-Pegel werden Erinnerungen an das Pfingsthochwasser wach, das sich derzeit exakt zum 20. Mal jährt. Nur: Damals war alles viel dramatischer.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Familie wollte im Flixbus nach München - Fahrer lässt Frau und Enkel in Prag zurück
Eine Reise mit dem Flixbus von Warschau nach München wurde für eine Großmutter aus Freising und ihre Enkel zum Horrortrip - mit Zwischenstation im Krankenhaus.
Familie wollte im Flixbus nach München - Fahrer lässt Frau und Enkel in Prag zurück
Kind würgt: Familie reklamiert verdorbenes Aldi-Produkt - Mitarbeiter reagiert irritierend
Ein Tiefkühlprodukt von Aldi ist so ungenießbar, dass ein Kind sofort einen Brechreiz bekommt. Als die Familie es reklamieren will, gibt der Aldi-Mitarbeiter eine …
Kind würgt: Familie reklamiert verdorbenes Aldi-Produkt - Mitarbeiter reagiert irritierend
Schulalltag pointiert auf die Schippe genommen: 54. Camerett überzeugt auf ganzer Linie
Wortwitz, Ironie und pointierte Kommentare: Das 54. Camerett im Freisinger Kellertheater überzeugte auf ganzer Linie. Das Publikum amüsierte sich prächtig.
Schulalltag pointiert auf die Schippe genommen: 54. Camerett überzeugt auf ganzer Linie
Regionale Produkte fördern: Kranzberg sagt Ja zum „Kümmerer“
Ein neuer Projektleiter soll den Absatz regionaler Produkte im Ampertal voranbringen. Als einer der ersten Gemeinden stimmte Kranzberg ab. Nicht alle Räte waren …
Regionale Produkte fördern: Kranzberg sagt Ja zum „Kümmerer“

Kommentare