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„Achtung, Verantwortungsbewusstsein, Solidarität“: Das, was Pater Maria-Soosai Arulandu den zahlreichen Gästen bei der Einweihung des neuen Schützenheims in Tüntenhausen ans Herz legte, haben die Hubertus-Mitglieder bei der Errichtung des Gebäudes bereits unter Beweis gestellt.

Festakt

Hubertus-Schützen weihen neues Vereinsheim in Tüntenhausen ein

Tüntenhausen - Nach knapp fünfjähriger Zeit des Planens und Bauens haben die Hubertus-Schützen in Tüntenhausen am Sonntag ihr neues Vereinsheim eingeweiht. Und sie hatten allen Grund, sich selbst auf die Schultern zu klopfen.

Das, was der Neustifter Pater Maria-Soosai Arulandu den zahlreichen Gästen aus 20 Vereinen des Schützengaus Freising bei der Segnung ans Herz legte, das ist in Tüntenhausen eigentlich schon lange Standard: das „Füreinander-da-sein, die gegenseitige Achtung, Verantwortungsbewusstsein und Solidarität“. Ohne diese Tugenden hätte der Neubau unter Führung von Schützenmeister Florian Reindl wohl nicht so reibungslos über die Bühne gehen können. Und darauf waren alle zu recht stolz: „Das, was wir z’rissen haben, war einzigartig“, bemerkte Reindl unter dem Beifall der Gäste. 1500 Stunden in Eigenleistung, 117 Helfer und 28 Köchinnen – das war die stolze Bilanz, die der Schützenmeister zog.

Der Schützenmeister erinnerte an die Zeit vor fünf Jahren, als der Verein „über Nacht“ ohne Heimat dagestanden habe. Der Schießstand beim Wirt war eingestürzt. Der damalige Freisinger Oberbürgermeister Dieter Thalhammer signalisierte zwar Unterstützung. Doch richtig in die Vollen ging es dann erst mit dessen Amtsnachfolger Tobias Eschenbacher. Die Stadt kaufte im Herbst 2014 ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus. „Ein Vertrauensvorschuss ohne Gleichen“, bedankte sich Reindl beim Freisinger OB.

Ab diesem Zeitpunkt wurde es ernst: Investitionszuschüsse über den Bayerischen Sportschützenbund wurden beantragt, bürokratische Hürden mussten überwunden und die handwerklichen Arbeiten unter den Mitgliedern und Helfern vergeben werden. „Wir haben’s net g’laubt“, erinnerte sich Reindl. Alles sei in Eigenregie möglich gewesen. „Ein Handwerksbetrieb hätte es nicht besser machen können.“ Besonders erfreulich sei gewesen, dass während der gesamten Bauphase kein Unfrieden aufgekommen sei. „Wir haben nicht gestritten, wir haben debattiert“, lobte der Schützenmeister.

Binnen 365 Tagen war der Rohbau gestanden, berichtete der Schützenmeister weiter. Seit Februar dieses Jahres sind die zwölf vollelektronischen Schießstände in Betrieb, und damit ist das neue Schützenheim in Tüntenhausen eines der modernsten im gesamten Schützengau Freising. Eine „Paradebeispiel“ für das, was man schaffen könne, wenn alle zusammenhielten, betonte Oberbürgermeister Eschenbacher. „Man spürt es: Hier steckt Tüntenhausener Herzblut drin. Eure Leistung ist gigantisch.“

Maria Martin

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