IHK-Gremium erläutert Konjunktur-Umfrage

Nur der Fachkräfte-Mangel trübt die Stimmung der Wirtschaft

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Die Wirtschaft in der Region München bleibt bester Stimmung. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage für die Stadt München und die Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München sowie Starnberg.

Otto Heinz: Größtes Hindernis ist der leergefegte Arbeitsmarkt.

Landkreis – Der Konjunkturindex liegt wie schon zu Jahresbeginn unverändert auf dem Rekordniveau von 134 Punkten. Insgesamt bezeichnen 54 Prozent der Unternehmer ihre Geschäftslage als „gut“, nur fünf Prozent sind unzufrieden. „Das ist die zweitbeste Bewertung in zwölf Jahren“, erklärt IHK-Vizepräsident und Sprecher des IHK-Forums Region München, Otto Heinz. An Zuversicht mangelt es ebenfalls nicht, denn rund jedes vierte Unternehmen erwartet eine weitere Verbesserung in den kommenden zwölf Monaten.

Nur fünf Prozent, und damit so wenige wie noch nie, rechnen mit einer Eintrübung der Geschäfte. Ähnlich gut sieht es laut Heinz mittelfristig für die Wirtschaft aus. „In der Region München wird kräftig investiert. Jeder dritte Betrieb will die Ausgaben erhöhen, nur sechs Prozent streichen.

Das selbe Bild zeigt sich auch bei der Personalplanung. Mehr als 20 Prozent der Betriebe will zusätzliche Mitarbeiter einstellen“, so der Moosburger Unternehmer.

Größtes Hindernis bleibt dabei allerdings der leergefegte Arbeitsmarkt: 52 Prozent nennen den Fachkräftemangel als größtes Risiko. „Dieser Wert ist zwar seit Jahresbeginn ein wenig zurückgegangen, eine Entspannung ist wir aber nach wie vor meilenweit entfernt“, warnt Heinz. Hinzu kommt: Über die Hälfte der Unternehmen in der Region München wollen expandieren, aber mehr als ein Drittel hat Probleme, geeignete Flächen zu finden.

Knappe Bauflächen werden auch im Wohnungsbau zum immer größeren Problem. „Um bei Fachkräften für unsere Region zu werben, brauchen wir dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Es ist deshalb höchste Zeit, dass Städte und Gemeinden ein gemeindeübergreifendes und langfristiges Flächenmanagement entwickeln. Es muss effizienter und gleichzeitig dichter als bisher gebaut werden“, appelliert Heinz.

Den eigenen Standort zu verlagern komme hingegen weder für die Unternehmer noch für deren Mitarbeiter in Frage. „Stattdessen brauchen wir Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort, damit Wachstum in der Region weiterhin stattfinden kann. Davon profitiert letztlich auch Bayern insgesamt“, ist der IHK-Vizepräsident überzeugt. Als ein weiteres Risiko bezeichneten 56 Prozent der befragten Betriebe die drohenden Dieselfahrverbote. Laut Heinz wäre vor allem der Handel betroffen, da für Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter der Weg in die Innenstadt erschwert werden würde.

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