Frau mit Hund an der Leine
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Die Zahl der Hunde steigt im Kreis Freising. Im Jahr 2020 gab’s 216 Neuanmeldungen.

Beschwerden wegen Verunreinigung nehmen zu – Stadt fürchtet Aggressionen

Die Hundehaufen in Freising häufen sich

Freising – Hundehaufen-Alarm in Freising. Die unerfreulichen Hinterlassenschaften der Vierbeiner werden immer mehr. Die Stadtverwaltung zeigt rücksichtslosen Hundehaltern jetzt die gelbrote Karte.

Die Beschwerden häufen sich – gerade so wie die Haufen. „Bei der Stadtverwaltung sind verstärkt Beschwerden eingegangen, dass Gehwege, auch im Bereich der Innenstadt, durch Hundekot verunreinigt werden“, berichtet die Stadtverwaltung. Es werde daher erneut darauf hingewiesen, „dass es entsprechend der Verordnung der Stadt Freising über die Reinhaltung der öffentlichen Straßen unter anderem verboten ist, Gehwege durch Tiere verschmutzen zu lassen.“ Hundehalter haben also die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen, Zuwiderhandlungen können mit Geldbuße geahndet werden.

Rathaus fürchtet extreme Reaktionen

Der Hundedreck sei erst auf dem Gehweg, dann an den Schuhen und an den Kinderwagenrädern. „Kein „Kavaliersdelikt, sondern ein massives Ärgernis, das andernorts bereits zu extremen Reaktionen geführt hat“, wie man im Rathaus erkannt hat. „Dem Ordnungsamt der Stadt Freising sind Fälle aus anderen Kommunen bekannt, in denen aufgebrachte Passanten Hundebesitzer massiv angegangen haben oder sogar Giftköder ausgelegt wurden. Der Zorn richtete sich dabei gegen Hunde und Hundehalter im Allgemeinen, unabhängig von einer tatsächlich beobachteten Verunreinigung.“ Die Stadtverwaltung möchte derartige Aggressionen in Freising verhindern „und bittet daher ausdrücklich um Rücksichtnahme.“

Gut zu wissen: Auf den Spiel- und Bolzplätzen sowie den Trendsportanlagen der Stadt ist das Mitbringen von Tieren aus hygienischen Gründen untersagt. Auch öffentliche Grünanlagen oder die Wege entlang der Isar oder der Moosach sind keine Hundetoiletten. Motto: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Grünanlagen dienen der Nutzung durch die breite Öffentlichkeit. Auch für die Mitarbeiter der Stadt Freising, die diese Flächen pflegen und mähen, seien Verunreinigungen durch Hunde eine „Zumutung“, heißt es in dem Schreiben der Stadt. Vielen Hundebesitzern scheine auch nicht bewusst zu sein, dass Hunde ihr Geschäft weder in privaten Vorgärten noch auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Äckern verrichten dürfen. „Durch Hundekot kann Erntegut so verunreinigt werden, dass Rinder oder Schafe dieses Futter verschmähen und liegen lassen. Beim Mäh- und Erntevorgang können die unliebsamen Hinterlassenschaften zudem großflächig auf die Futterpflanzen verteilt werden und zu einer Krankheitsübertragung auf Nutztiere führen“, informiert das Freisinger Rathaus.

Geldbuße droht

Die Stadt weist deshalb darauf hin, dass Hundekot auch außerhalb öffentlicher Verkehrsflächen nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz mit Geldbuße geahndet werden kann. Soweit muss es nicht kommen. Der Appell: „Bitte nutzen Sie die von der Stadt unentgeltlich zur Verfügung gestellten Hundekotentsorgungsstationen sowie -beutel und tragen Sie damit zu einem rücksichtsvollen und freundlichen Miteinander bei. Vielen Dank!“  

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