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Völlig von Sinnen hat eine 50-Jährige zwei Polizisten am Freisinger Bahnhof geschlagen, getreten und bespuckt, nachdem sie betrunken aus dem Zug geholt worden war.

Sie war völlig von Sinnen

In Freising: Volltrunkene Frau (50) bespuckt und schlägt Polizisten

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Völlig von Sinnen hat eine 50-Jährige zwei Polizisten am Freisinger Bahnhof geschlagen, getreten und bespuckt, nachdem sie betrunken aus dem Zug geholt worden war. Nun stand sie vor Gericht.

Freising - Schon im Zug war die Angeklagte unangenehm aufgefallen. Augenscheinlich betrunken, hatte sie Fahrgäste belästigt. Der Bundespolizist wartete mit ihr in der Bahnhofsunterführung, um sie den Freisinger Kollegen zu übergeben. Aus Sorge um das Wohl der Frau hatte sich der Beamte mit ihr von den Bahngleisen entfernt.

Die Freisinger Polizisten erteilten ihr zunächst einen Platzverweis. Doch statt sich zu entfernen, soll die 50-Jährige die beiden beleidigt haben. Zunächst versuchten die Beamten die in Freising lebende Frau aus der Unterführung zu schieben – vergeblich. Deshalb wurde sie aufs Revier eskortiert. „Wir haben sie praktisch zum Auto tragen müssen“, erinnerte sich ein 28-jähriger Ordnungshüter im Prozess: Nur „mit hohem Kraftaufwand“ habe man die Frau in den Wagen verfrachtet. Er habe sich dann ans Steuer gesetzt, als er plötzlich ein „feuchtes Geräusch“ vernahm. „Jetzt hat sie Dich angespuckt“, habe der Kollege gerufen. Auf dem Revier habe man die Frau in die Zelle tragen müssen. Die Beamten blieben bei ihr, bis der Rettungsdienst kam – aus Sicherheitsgründen dürfen Betrunkene nicht allein in einer Zelle eingesperrt werden.

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Bei Freunden in München habe sich die Angeklagte über die Maßen betrunken. „Wodka vertrag ich nicht“, sagte sie. Mehr noch: Es war der 27. Dezember – der Todestag eines ihr nahestehenden Menschen, wie ihre Anwältin erläuterte.

Auf der Heimfahrt im Zug und später in Freising derart die Beherrschung verloren zu haben, war der 50-Jährigen offenkundig unangenehm. Mehrfach entschuldigte sie sich bei den Beamten, versicherte, sich nicht erinnern zu können. Über ihre Anwältin hatte sie vor Prozessbeginn 300 Euro Schmerzensgeld überwiesen, sich selbst in ambulante Alkoholtherapie begeben.

Dafür aber, dass der Vorfall derart aus dem Ruder lief, machte ihre Anwältin den Bundespolizisten verantwortlich. Der Angeklagten war ihr Hund weggelaufen. „Sie ist 50 Jahre, lebt allein, der Hund ist ihr Kind“, bat die Verteidigerin um Verständnis. Hätte der Beamte sie nicht gehindert, dem Hund hinterher zu laufen, wäre die Situation nicht eskaliert.

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Das Gericht verurteilte die wegen Trunkenheit und Drogen vorbelastete Angeklagte zu vier Monaten Bewährung. Die Sache mit dem Hund überzeugte den Vorsitzenden Richter nicht. „Wären Sie nicht so besoffen gewesen, hätten Sie das Vieh besser halten können.“ Der Beamte hätte sie dem Hund vermutlich auch nachlaufen lassen, wenn er wegen ihres Zustands nicht um ihr Wohl hätte bangen müssen. 

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