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Mit über drei Jahren Verzögerung: Kino in Freising wird eröffnet - Sound angeblich „einzigartig“

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Von: Helmut Hobmaier

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Kino-Foyer
Nach Baustelle schaut das jetzt nicht mehr aus: das elegante Foyer des Freisinger CineradoPlex in den Schlüterhallen, das in Kürze eröffnet. © Lehmann

Endlich ist es soweit: In Kürze soll das Freisinger Kino eröffnen. Eine super Nachricht für alle Kino-Fans, nach endloser Warterei.

Freising - Die fünfjährige Warte- und Leidenszeit der Freisinger Kino-Fans ist in Kürze beendet: Bereits in den nächsten Tagen will der Pfaffenhofener Betreiber sein „CineradoPlex“ im Schlüter-Gewerbepark eröffnen. Es wird ein eher kleiner, dafür aber umso feinerer Kino-Komplex werden. Ein halbes Jahrzehnt haben die Freisinger das Schild „Coming Soon“ an der Außenwand der Schlüterhallen ertragen müssen – und schließlich nur noch müde belächelt. Schon im Frühjahr 2018 hätten die ersten Filme zu sehen sein sollen – doch immer wieder kam etwas dazwischen. Die Informationen des Investors, der Saller-Gruppe, flossen meist nur sehr spärlich, und schließlich, Ende 2019, erreichte die Cineasten die Hiobsbotschaft: Der geplante Betreiber Cinestar sei definitiv abgesprungen.

Kino in Freising wird eröffnet: Investor hält am Versprechen fest

Die Enttäuschung war riesig, und als neuer Bauleiter eilte sogar Josef Saller jun. an die Baustelle, um den Freisingern zu versichern: „Es war ein Versprechen, dass ein Kino kommt. Und wir werden unser Versprechen halten.“ Gemeinsam mit dem Freisinger Tagblatt inspizierte Saller die Baustelle, und der FT-Reporter Andreas Beschorner schrieb damals: „Die Stahlarbeiter sind schwer zu Gange, es wird geflext, gesägt und gehämmert. Dem Laien bietet sich das Bild einer Baustelle, die von einer Fertigstellung noch weit entfernt ist.“

Zwei Männer
Zwei Brüder, ein Projekt: Andreas und Peter Schafft aus Pfaffenhofen eröffnen in Kürze ihr CineradoPlex in Freising: Fünf Säle, 559 Plätze, viel Komfort. © Privat

Freising: Nach Absprung von Betreiber „Cinestar“ - Die Rettung kommt aus Pfaffenhofen

Peter und Andreas Schafft ließen sich davon nicht abschrecken. Die Betreiber des CineradoPlex in Pfaffenhofen streckten damals die Fühler nach Freising aus, übernahmen das verwaiste Cinestar-Projekt – und bauten den Kino-Komplex in den vergangenen 18 Monaten nach ihren Vorstellungen aus: „Wir haben zwar die Grundstruktur von Cinestar übernommen“, berichtet Peter Schafft, „aber unser eigenes Design, unser Interieur und unsere Ideen mit einfließen lassen.“ Herausgekommen ist ein kleines, feines Multiplex-Kino mit fünf Sälen, die 559 Kinobesuchern Platz bieten. Der größte Saal hat 169 Plätze.

„CineradoPlex“-Betreiber eröffnen Kino in Freising - Die Sessel sollen „extrem bequem“ sein

Aber, wie Peter Schafft, betont: Nicht die üblichen Sessel großer Kinoketten, die eine maximale Besucherzahl unterbringen wollen, sondern „extrem bequeme“ Sitze mit sehr viel Beinfreiheit und einer Komfortklasse, „dass Sie freiwillig gar nicht mehr aufstehen wollen“, wie der junge Unternehmer verspricht. Dazu komme ein Sound-Erlebnis, das, wie Schafft sagt, „einzigartig“ sein dürfte: Dolby Atmos Sound in jedem der Säle. Selbst an der Decke wurden Lautsprecher montiert, um ein perfekten Surround-Sound zu garantieren. Dazu kommen Laser-Projektoren.

Das klingt alles sehr vielversprechend – und die Chancen, dass es nun wirklich was wird mit dem Freisinger Kino, stehen ebenfalls sehr gut. „In den vergangenen beiden Monaten war ich fast jeden Tag auf der Baustelle. Jetzt geht es nur noch um den allerletzten Schliff. Wir wollen das Kino sehr zeitnah eröffnen“, betont Peter Schafft, „ich will aber den genauen Tag noch nicht nennen, weil immer noch etwas dazwischenkommen kann“. Er leitet das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Andreas seit November 2019. Die Eltern haben vor 37 Jahren mit einem bescheidenen Kino in Pfaffenhofen begonnen – einen umgebauten Pferdestall. Bald schon erfolgte ein Neubau – und im Jahr 2005 kam dann der große Wurf: Die Schaffts eröffneten in Pfaffenhofen das CineradoPlex mit acht Sälen und knapp 1000 Sitzen.

Endlich ein Kino: Für Freising war das jetzt die Rettung

Für das Freisinger Kino-Projekt war es die Rettung: Investor Saller hatte ja bereits einen „veredelten Rohbau“ hingestellt: etwas anderes als ein Kino hätte daraus auch nicht werden können. Umso glücklicher ist auch der Freisinger Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher: „Ich freue mich wirklich sehr, dass das jetzt geklappt hat“, sagte Eschenbacher am Montag, „umso mehr, als die Betreiber aus der Region kommen und die Verhältnisse gut kennen. Sie führen ja auch das Kino in Pfaffenhofen sehr erfolgreich“. Er drücke Peter und Andreas Schafft die Daumen, „bin aber sehr zuversichtlich, dass sie ihre Sache gut machen werden.“ In Freising werde jetzt die Freude groß sein, endlich wieder ein Kino direkt vor der Haustür zu haben.

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