Grippewelle
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Die Grippewelle dieses Winters ist im Landkreis Freising angekommen.

Bisher 70 Fälle registriert

Influenza-Welle in Freising rollt: Grippe fordert im Kreis Freising ein Todesopfer

  • Helmut Hobmaier
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In der zweiten Kalenderwoche ist die Grippewelle dieses Winters im Landkreis Freising angekommen. 70 Influenza-Fälle hat das Gesundheitsamt inzwischen bereits registriert. Darunter ein besonders tragischer Fall.

Landkreis – In der zweiten Kalenderwoche ist die Grippewelle dieses Winters im Landkreis Freising angekommen. 70 Influenza-Fälle hat das Gesundheitsamt inzwischen bereits registriert. Besonders tragisch: Ein Kind aus dem Landkreis Freising ist in einer Münchner Klinik an der Krankheit gestorben. „Das ist sehr, sehr traurig“, sagt Dr. Lorenz Weigl, Chef des Gesundheitsamts Freising. Aber bei einer echten Grippe sei eben auch ein tödlicher Verlauf möglich: „Daher auch die Aufrufe, sich impfen zu lassen.“

Die sind zuletzt allerdings nicht ungehört verhallt. Der von den Krankenkassen neu angebotene Vierfach-Impfstoff hat im Herbst und Frühwinter einen Ansturm auf Praxen und Apotheken ausgelöst. Ein Jahr zuvor waren zum jetzigen Zeitpunkt im Landkreis Freising 189 Grippefälle nachgewiesenen worden und der damals angebotene Dreifach-Impfstoff hatte oft seine Wirkung verfehlt.

Hintergrund: Der saisonale Grippe-Impfstoff enthält stets Bestandteile der Virusvarianten, die für die kommende Saison erwartet werden. Die Stammzusammensetzung der Impfstoffe muss jedes Jahr an die aktuelle Situation angepasst werden, weil sich die im Umlauf befindlichen Viren verändern.

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Im vorigen Winter lag man ziemlich daneben: Von den 189 Grippeerkrankungen des Vorjahres im gleichen Zeitraum waren in 155 Fällen Influenzaviren vom Typ B die Auslöser. Der Dreifach-Impfstoff zielte aber auf zwei A-Typen und nur einen B-Typ ab, war also „nicht breit genug aufgestellt“, wie Mediziner Weigl sagt.

Der diesjährige Vierfach-Impfstoff schützt vor zwei Typen A und zwei Typen B – ein umfassenderer Schutz also. Allerdings machen heuer die – von manchen als gefährlicher eingestuften – Typ A-Viren den Menschen das Leben schwer: Von den bisher gezählten 70 Fällen sind in 69 A-Erreger am Werk, in nur einem Fall ein Influenza-Virus vom Typ B.

Eine Prognose über den weiteren Verlauf der Grippesaison 2019 wagt Dr. Weigl nicht. Die Welle sei gerade angekommen, die Zahlen würden jetzt kontinuierlich ansteigen. Normalerweise folge auf ein Jahr mit vielen Erkrankungen keine weitere schwere Grippewelle. „Aber für eine Prognose ist es noch zu früh.“

Weniger gefährlich als eine Influenza-Grippe – allerdings durchaus lästig – sind Erkältungen, die im Landkreis Freising seit mehreren Wichen massiv auftreten. Wie man sich hier schützen kann, ohne gleich zu schweren „Geschützen“ zu greifen, verrät im Interview Apotheken-Sprecherin Ingrid Kaiser von der Engel-Apotheke in Lerchenfeld

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