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Dicht umlagert waren die Stände bei der Infomesse „Erwachsen werden“ bis in den frühen Abend hinein. 

Infomesse im Freisinger Bildungszentrum Gartenstrasse

Der spannende Weg zum Erwachsenwerden

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Bei der Infomesse „Erwachsen werden“ gab es viel zu sehen. Die Arbeitsagentur informierte, der Inklusions-Fachdienst war dabei - an allen Ständen herrschte hoher Betrieb.

Freising – „Wenn Jugendliche aus der Schule kommen und erwachsen werden, ist das eine spannende Sache - für alle Beteiligten“, sagt Annette Martin, Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte/Berufsschulstufe im Bildungszentrum Gartenstraße (BiG) in Freising. Sie eröffnete vor kurzem die Infomesse „Erwachsen werden“. Ihr Kollege Philip Schoeller von der Förderschule im BiG ergänzt: „Super, dass nach der Premiere 2014 schon zum fünften Mal eine Messe organisiert werden konnte!“

Die Stände seien von den Jugendlichen selbst vorbereitet worden: „Unsere jungen Leute haben die Messe als eigenes Projekt gestaltet und profitieren jetzt auch noch von den vielen Infos der Aussteller“. In der BiG-Aula drängten sich dann auch Jugendliche und Eltern vor den Ständen von Unternehmen, Sozialverbänden und anderen Lebenshilfe-Einrichtungen. „Wie in den letzten Jahren haben wir sehr viele interessante Gespräche geführt.“, bestätigten später die Anbieter der Messestände.

Um den schwierigen Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen planbar zu machen, informierten die Freisinger Arbeitsagentur und der Inklusions-Fachdienst. Die Lebenshilfe-Stelle für rechtliche Beratung und Betreuung informierte darüber, was man beachten muss, wenn man mit 18 volljährig wird. Praktika auf dem ersten Arbeitsmarkt boten die Flughafen München GmbH und die Lebenshilfe-Firmen Viva Vita (Restaurant und Tagungshaus) und SerVita (Arbeiten in Garten und Haus). Am Stand der Isar Sempt Werkstätten GmbH Freising und Erding gab es Infos zu den vielfältigen Arbeitsbereichen von der Verpackung bis zu Metallarbeiten. Auch die Barmherzigen Brüder in Algasing informierten über ihre Werkstatt und Förderstätte. Und die Gastgeberin Lebenshilfe Freising zeigte Beschäftigungsmöglichkeiten in den Förderstätten in Moosburg und Kleinbachern auf. Der Bereich Wohnen informierte über die vielen Wohnformen von der 24-Stunden-Betreuung bis zur eigenen Wohnung. Ihr Bildungs- und Freizeitangebot stellte die Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe vor.

Bis in den frühen Abend hinein waren die Stände dicht umlagert. Eine junge Frau war erleichtert: „Jetzt weiß ich endlich über das Wohnen Bescheid. Jetzt fühle ich mich viel besser.“ Oder ein Jugendlicher: „Wann kann ich endlich das nächste Praktikum machen?“ Seine Mutter bekräftigte: „Wir waren gerade im Gespräch mit der Praktikumsstelle. Ich bin begeistert.“

Michael Schwaiger, Geschäftsführer der Lebenshilfe Freising, fasste zusammen: „Hier kann man wirklich ganz viele nützliche Informationen zum Erwachsenwerden an einem Ort sammeln. Für die Messe 2018 haben sich die Aussteller wieder attraktive Infos einfallen lassen. Vielen Dank dafür! Und die vielen Jugendlichen und Eltern zeigen, dass ein echter Bedarf besteht und wie groß das Interesse ist!“

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