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Das Team des Integrations-Fachdienstes: Jana Goette, Devrim Agostini und Anita Rinke.

Integrations-Fachdienst im Landkreis Freising aktiv

Punktlandung auf dem Arbeitsmarkt

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Fünf junge Menschen freuen sich auf neue Herausforderungen im Arbeitsleben. Eine sehr gute Nachricht, denn in diesem Fall handelt es sich um geistig beeinträchtigte Schüler des Bildungszentrums Gartenstraße. Geschafft haben das der Integrationsfachdienst, engagierte Arbeitgeber – und natürlich die fünf hochmotivierten jungen Leute. „Ein schönes Statement zu mehr gelebter Inklusion“, freut sich Jana Goette vom Integrationsfachdienst.

Landkreis –Wenn es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben geht, ist er absoluter Experte: Der „Integrationsfachdienst München-Freising gGmbH“ fungiert als Ansprechpartner für Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Raum München, Freising und Ingolstadt. Dabei geht es um Maßnahmen zur „individuellen betrieblichen Qualifizierung im Rahmen der Unterstützter Beschäftigung“, wie das etwas kompliziert heißt.

Die Zielgruppe

Angesprochen werden Abschlussschüler einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Ziel aller Bemühungen: die jungen Leute fit zu machen für ein eigenständiges Berufsleben, für die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wichtig ist dabei vor allem eine „individuelle, frühzeitige und am Förderbedarf der Schüler orientierte Begleitung“, wie Sozialpädagogin Jana Goette betont.

Die Maßnahme

Die Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ beginnt in der zwölften Jahrgangsstufe der Förderschule für geistige Entwicklung und dauert über die darauffolgenden zwei Jahre an. Ein fester Berater des Integrationsfachdienstes (IFD) begleitet und unterstützt laufend sowohl Arbeitgeber als auch Teilnehmer. Jana Goette berichtet: „Ergänzend zum Training am Arbeitsplatz finden regelmäßig berufs- und arbeitsplatzübergreifende Wissensvermittlung und Kompetenztrainings im IFD statt. Die Teilnehmer absolvieren in den Betrieben ein Langzeitpraktikum, in welchem sie intensiv in den für sie in Frage kommenden Tätigkeiten eingelernt werden. In der Regel handelt es sich um Helfertätigkeiten. Beispielsweise wurden in der Vergangenheit Teilnehmer als Küchen- und Hauswirtschaftshilfe, Helfer im Garten- und Landschaftsbau, Fahrzeugpfleger, Hausmeistergehilfe, Reinigungskraft, Produktionshelfer oder Lagergehilfe vermittelt. Der IFD unterstützt unter anderem in Form von Jobcoaching im Betrieb.“

Dementsprechend würden mit dem Teilnehmer vor Ort die einzelnen Arbeitsschritte eingeübt. Weiter werde der Teilnehmer angeleitet, seine Arbeit zu organisieren und zu strukturieren. „Neben der praktischen Qualifizierung werden den Teilnehmern auch alltags- und berufsbezogene Inhalte durch den IFD vermittelt. Die Teilnehmer werden in ihren Sozialkompetenzen gefördert. Nach Begründung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses endet die Maßnahme der Unterstützten Beschäftigung“.

Eine Weiterbetreuung durch den IFD sei jedoch mit einem festen Ansprechpartner gewährleistet, wie Jana Goette vom Integrationsfachdienst betont. „Unternehmen, die sich an der unterstützten Beschäftigung beteiligen, leisten einen wichtigen Beitrag zur modernen Behindertenpolitik“.  ft

Gut zu wissen

Die Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ wird begleitet und gefördert von der Bundesagentur für Arbeit, dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sowie dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Besonders erfreulich ist, dass im Schuljahr 2016/2017 alle Teilnehmer der Maßnahme „Unterstütze Beschäftigung“ in Freising eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden haben, die oben einzeln vorgestellt werden.

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