Na dann Prost: Aus dem Gegennockherberg wird nichts. Doch Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer wird de nnoch in Kloster Scheyern als Bruder Emmeram auftreten. foto: archiv

Irlstorfer-Idee  

Vom Gegen-Nockherberg ist nicht viel übrig geblieben

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Freising - Drei Jahre lang hat er seine Mönchskutte im Kleiderschrank hängen lassen, jetzt schlüpft er wieder in die Rolle des Bruder Emmeram: Erich Irlstorfer wird am 17. März in Kloster Scheyern (Kreis Pfaffenhofen) zum ersten Mal seit 2014 wieder eine Fastenpredigt halten. Allerdings ist von der Grundidee zu der Veranstaltung nicht mehr allzu viel übrig.

Eigentlich sollte das Starkbierfest im Kloster die Antwort auf den Ärger sein, den es im vergangenen Jahr auf dem Nockherberg gegeben hatte. Einigen Politikern hatte es nicht geschmeckt, wie ihnen Kabarettistin Luise Kinseher als Bavaria die Leviten gelesen hatte. Barbara Stamm etwa hatte angekündigt, den Nockherberg im kommenden Jahr zu boykottieren. Kurz darauf begegnete Irlstorfer der Landtagspräsidentin bei einer Veranstaltung in Kloster Scheyern. Im Beisein von Cellerar Pater Lukas wurde die Idee ausgeheckt, parallel zum Nockherberg ein alternatives Starkbierfest zu veranstalten – mit Stamm als Ehrengast und Irlstorfer als Fastenprediger.

So aber wird es nun doch nicht laufen. Zwar findet das Starkbierfest statt – allerdings erst elf Tage nach dem Auftritt der Bavaria in München. An dem nun festgelegten Termin aber hat Stamm keine Zeit. Wie ihr Büro mitteilte, hat die Landtagspräsidentin an diesem Tag schon terminliche Verpflichtungen in Speyer. „Es war aus terminlichen Gründen leider nicht möglich, unser Fest parallel zum Nockherberg zu veranstalten“, erklärt Irlstorfer dem FT und verweist darauf, dass die Organisation nicht bei ihm, sondern beim Kloster und dem örtlichen Schützenverein liege. Haben die dann die Grundidee nicht verstanden? „Sieht fast so aus“, sagt der Bundestagsabgeordnete. „Ich stehe aber zu meinem Wort und werde auftreten.“ Als Gegen-Nockherberg habe er seinen Auftritt ohnehin nie verstanden. „So größenwahnsinnig bin ich nicht.“

Und wie wird seine Fastenpredigt nun ausfallen? „Angesichts vieler ernster politischer Probleme wird es bei mir etwas gedämpfter zugehen“, verrät Irlstorfer. Bierernst soll die Rede aber nicht ausfallen. Was zum Lachen muss schon auch dabei sein, sagt der Freisinger und verspricht: „Ich werde mich auch selbst auf die Schippe nehmen.“ Wer wissen möchte, wie die Selbstironie ausfalle, müsse am 17. März um 19 Uhr nach Scheyern kommen.

Ein Problem hat Irlstorfer aber noch: „Bisher habe ich nichts zu Papier gebracht.“ Gut zwei Wochen bleiben ihm dafür. „Klar, dass da sanfter Druck aufkommt“, gibt er zu. „Natürlich bin ich nervös, weil man sich jeden Tag fragt: Fällt einem jetzt noch was ein oder nicht?“

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