Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Gelebte Solidarität findet man bei der Islamischen Gemeinde. Alle helfen beim Iftar zusammen, um Hungrige satt zu machen.

Islamische Gemeinde in Freising lädt zum Fastenbrechen

Gemeinsamkeit spüren

Der Glaube, die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit stehen im Fokus im Fastenmonat Ramadan. Die Islamische Gemeinde in Freising setzt diese Werte in die Tat um und lädt Bedürftige jeden Abend zum Fastenbrechen.

Freising– Seit dem 27. Mai ist Ramadan, Fastenzeit. Das heißt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang übt man sich in Verzicht: nicht essen, nicht trinken und auch sonst keine Art von Genuss. Umso wichtiger ist dann der Abend, wenn man in der Familie oder in der Gemeinschaft zusammenkommt, um gemeinsam Iftar zu feiern – das Fastenbrechen.

Herzlichkeit und Gastfreundschaft genoss auch der OB (l.), der auf Einladung von Ömer Korkmaz und Ismet Ünal (v. r.) gekommen war.

Auch in Freising begehen viele Muslime den Ramadan. Die Islamische Gemeinde Freising gibt ihnen die Möglichkeit, das Fastenbrechen in Gemeinschaft zu zelebrieren. „Wir veranstalten das Fastenbrechen jeden Abend für alle Menschen, die hungrig sind – egal ob sie Mitglied unserer Gemeinde sind oder nicht“, sagt der Vorsitzende Ömer Korkmaz. Das Angebot nehmen viele gern an, darunter auch zahlreiche Flüchtlinge. Sie genießen das Essen in Gemeinschaft. Es riecht und schmeckt und klingt alles ein bisschen vertraut, ein bisschen nach Heimat.

Damit auch die Öffentlichkeit einen Eindruck davon bekommt, wie das Fastenbrechen abläuft, waren kürzlich Vertreter aus Vereinen, Verbänden, der Politik und der Kirche geladen, beim Iftar dabei zu sein. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher nahm die Einladung gerne an und bedankte sich für die gelebte Solidarität der Gemeinde. „Wir wollen diese Gemeinsamkeit heute mit ihnen spüren“, sagte er und genoss den lebendigen Austausch mit den Menschen verschiedener Kulturen sichtlich.

Dass jeden Abend eine so große Speisung stattfinden kann, ist nur möglich durch Zusammenhalt. „Wir haben Frauen, die mit Herz jeden Tag kochen, ohne sie wäre das gar nicht möglich“, sagt Sprecher Isemt Ünal. Die Männer helfen ebenfalls dazu, insgesamt sind es täglich rund 30 Freiwillige, die die Gäste versorgen. Finanziert werden die Abende aus Firmen-Spenden und von den Mitgliedern der Gemeinde. Gemeinsam essen, gemeinsam beten, sich gegenseitig etwas Halt geben – wie wertvoll das ist, konnte man an diesem Abend spüren.

Claudia Bauer

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