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Viele Pfarrer zieht es nach Rom.

Wo die Reise hingeht

„Das ist es, was ich mit Urlaub verbinde“: So verbringen unsere Pfarrer ihre Ferien

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Die einen zieht es in die Ewige Stadt, die anderen in die Berge: Pfarrer aus dem Landkreis Freising haben dem FT verraten, wo sie ihren Urlaub verbringen. Nur einer möchte im August partout nicht verreisen.

Freising – Sie haben nicht nur einen emotional aufreibenden Job, weil sie in ihrem Berufsleben die gesamte Gefühlspalette von großem Glück bis zur tiefen Trauer erleben. Pfarrer sind zudem rund um die Uhr für Menschen da, die sie dringend brauchen. Deshalb brauchen gerade Geistliche auch einmal Urlaub. Dem FT verraten Pfarrer aus dem Landkreis, wo und wie sie die Seele baumeln lassen.

Juliane Fischer, evangelische Pfarrerin aus Hallbergmoos, ist mit Freunden drei Wochen lang auf Achse: Sie fliegt nach Mallorca, fährt in die Berge nach Südtirol und besucht Rom mit ihrem katholischen Kollegen aus Hallbergmoos, Pfarrer Thomas Gruber, und weiteren Gläubigen. Wie sie in den Ferien abschaltet? „Das geht am besten, wenn ich in den Bergen bin und den ganzen Tag wandere.“ Und trotzdem lässt sie der Beruf auch im Urlaub nie ganz los, wie sie einräumt: „Ich checke etwa alle zwei Tage meine Mails am Laptop, damit sich nach dem Urlaub nicht so viele anhäufen.“

Auch der Neufahrner Pfarrer Wolfgang Lanzinger (66) ist ein Bergfex – allerdings bleibt er im August daheim, weil da seine Mitarbeiter am liebsten verreisen. Und außerdem: „Der ganze Stau und Trubel in den Ferienorten ist mir da einfach zu viel.“ Aber im kommenden Herbst wird er wieder mit Freunden in eine Ferienwohnung nach Südtirol fahren. Dort zieht es ihn schon seit zehn Jahren hin: „Die Berge und das Wandern – das ist es einfach, was ich mit Urlaub verbinde.“ Zudem möge er neben der herrlichen Natur auch die Kultur und die Menschen in Südtirol.

Pfarrer Stephan Rauscher (38) aus Attenkirchen ist erst von einer Rom-Fahrt mit 65 Ministranten zurückgekommen. „Das war wunderschön, aber alles andere als Urlaub“, sagt er und lacht. Er braucht jetzt erst mal viel Ruhe und fährt während seiner drei Wochen Urlaub in die alte Heimat nach Schrobenhausen. „Ich werde meine Eltern besuchen und mich da auf eine Hütte zurückziehen und viel lesen.“ Auf seiner Liste ganz oben: historische Romane. Ken Follets „Das Fundament der Ewigkeit“ liege schon seit Wochen auf seinem Nachttisch. „Eigentlich verreise ich gern, ich war schon in Lissabon und auch mal in Amerika“, berichtet er. „Doch dieses Jahr bin ich einfach nicht zum Planen gekommen.“ Sein Lieblingsreiseort? „Ich bin Rom-Fan“, verräter und schwärmt. „Die ganzen Kirchen, das Forum Romanum und ein bisschen mit dem Roller rumfahren . . .“

Thomas Neuberger (32) ist derzeit Pfarrer in Geretsried, kommt aber ursprünglich aus Moosburg. Ein Heimaturlaub in der Dreirosenstadt ist dieses Jahr zwar nicht drin, doch auch er startet in einen dreiwöchigen Urlaub: „Dieses Jahr bin ich die ganze Zeit weg – erst in Italien, dann drei Tage bei Freunden im Chiemgau, und dann fahre ich mit einem befreundeten Priester ans Meer.“ Im Urlaub genieße er es, zu lesen oder in einem Café zu sitzen und den Leuten zuzuschauen: „Nach ein paar Tagen Ruhe bin ich dann aber schon der Typ, der lieber Sightseeing betreibt, als nur im Liegestuhl zu liegen.“

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