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Geehrt wurden von OB Tobias Eschenbacher bei der Jahresabschlussfeier die Stadträte Anton Frankl (l.), Hubert Hierl (daneben) und Helmut Weinzierl (r.), der sich seit 45 Jahren im Plenum engagiert. 

Jahresabschluss im Freisinger Stadtrat

Ein gutes Klima und ein Haufen Arbeit

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„Wir bewegen unheimlich viel.“ Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freising sprach damit seinen Stadträten und der Verwaltung aus dem Herzen. Bei der Jahresabschlussfeier des Stadtrats in dem Saal des Rathauses, in dem „normalerweise gearbeitet“ wird, so Tobias Eschenbacher, wurde am Donnerstag gegessen, getrunken, geredet und geehrt.

Freising– Die Großprojekte, die das Stadtoberhaupt alle aufzählte, veranlassten ihn wiederholt zu der Aussage, dass man sehr fleißig sei. Das Diskussionsklima im Stadtrat sei konstruktiv, lobte der OB. Das wisse er schon zu schätzen, „auch wenn ich manchmal nicht ganz ausgeglichen wirke“. Wenn er das aber damit vergleiche, was er von Kollegen höre, dann wisse er schon, was er an seinem Stadtrat habe. „Da gibt es Städte, da möchte ich nicht Bürgermeister sein.“

Zweite Bürgermeisterin Eva Bönig bescheinigte dem 40-jährigen Eschenbacher in ihrer Rede nicht nur, dass er sich sein „jugendliches Auftreten“ bewahrt habe, sondern bewunderte die Ruhe und Ausgeglichenheit, die der OB meist an den Tag lege. „Legendär“, so Bönig, sei Eschenbachers Satz: „Sie können ja gerne dagegen stimmen, aber ich glaube trotzdem, dass . . .“

Eschenbacher, der vor 15 Jahren – noch als CSU’ler – in den Stadtrat gewählt worden war, zeichnete am Donnerstag vier Kollegen aus, die entweder gleichzeitig mit ihm in das Stadtparlament gekommen waren oder ebenfalls seit 15 Jahren Kommunalpolitik in Freising machen: Da war Rosemarie Eberhard, damals noch für die Grünen im Stadtrat, seit Anfang 2017 für die Linken; da war Anton Frankl, damals noch für die CSU, seit September 2011 für die Freisinger Mitte; da war Hubert Hierl, der nach der großen Politik in Brüssel und Berlin für die CSU in den Stadtrat einzog; und da war Charlotte Reitsam, von 1990 bis 2002 für die Grünen im Stadtrat, und dann sei den vergangenen Wahlen 2014 wieder.

Und dann gibt es da noch „die personifizierte Konstante unseres Stadtrats“, so Eschenbacher: Helmut Weinzierl, schon immer SPD und inzwischen seit sagenhaften 45 Jahren Stadtrat. Der Mann, der seit 1984 ununterbrochen Sportreferent ist, erhielt standing ovations seiner Kollegen und der Verwaltung. Und zwar für eine „Stadtratstätigkeit, wie sie in diesem Gremium unerreicht ist und wohl auch so schnell nicht mehr erreicht werden wird“, wie es Eschenbacher ausdrückte.

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