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Bei der Vorstellung des neuen archäologischen Jahresbandes: Delia Hurka (Kreisarchäologin), Prof. Sebastian Sommer, Landrat Josef Hauner und Prof. Bernd Päffgen (v. l.).

Jahresband im Landratsamt Freising vorgestellt

Anregender archäologischer Almanach

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Jedes Jahr seit 1981 ist ein „Archäologisches Jahr in Bayern“. So lange gibt es nämlich schon den gleichlautenden Jahresband, den das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Gesellschaft für Archäologie in Bayern gemeinsam veröffentlichen. Über 40 Beiträge, die sich mit Grabungen und Funden aus dem Landkreis Freising beschäftigen, sind inzwischen abgedruckt. Im Band für das Jahr 2015 kommt Freising allerdings nicht vor. Trotzdem wurde „Das Archäologische Jahr in Bayern 2015“ im Landratsamt Freising vorgestellt.

Freising – Auf 200 Seiten informiert das schwere Buch über alles, was in Bayern archäologisch von Interesse ist. Dabei wollen sich die Beiträge, die relativ zeitnah erscheinen, sowohl an ein Fachpublikum als auch an Laien wenden. „Wir wollen Verständnis und eine gewisse Liebe für die Archäologie bei unseren Bürgern entwickeln“, formulierte Landrat Josef Hauner einen der Ansätze der Publikation. Präsentiert wurde außerdem der die Jahre 1981 bis 2014 umfassende Registerband.

Das Büro des Landrats und der Landkreis Freising seien durchaus geeignete Orte, das neueste Werk vorzustellen, sagte Hauner: Immerhin befinde man sich in einem Baudenkmal und der Landkreis besitze mit seiner 7300 Jahre währenden Siedlungsgeschichte sowie den Verdiensten des in den 70er Jahren gegründeten Archäologischen Vereins „eine gewisse archäologische Reputation“.

Wie Professor Sebastian Sommer vom Landesdenkmalamt erläuterte, gebe es pro Jahr in Bayern rund 600 bis 650 Grabungen. Jede davon sei eigentlich eine Niederlage der Archäologie, weil man die Fundstücke zwar sichere, den ursprünglichen Zustand aber ja nicht erhalte. Professor Bernd Päffgen, der Vorsitzende der Gesellschaft für Archäologie, betonte im Hinblick auf Grabungen im Rahmen von Bauvorhaben: „Archäologie ist kein Fortschrittshemmer!“

Schnell und aktuell ist das Buch also, liefert der Fachwelt nützliche Informationen lange vor der endgültigen und abschließenden wissenschaftlichen Auswertung, bietet eine „Hitliste“ der Grabungsfunde im Freistaat und deckt die gesamte Zeit von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit ab. Ohne Zweifel wird auch einmal wieder der Landkreis Freising mit einer Grabung vertreten sein. Denn, so betonte Kreisarchäologin Delia Hurka: „Der Landkreis ist noch nicht vollständig erforscht.“  zz

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