Jahresbericht des Prop e.v. Freising

Gemeinsam gegen die Sucht

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Alkohol ist die Problemdroge Nummer 1: Das geht aus dem Jahresbericht der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle des Prop e.V. hervor. 46 Prozent der betroffenen Klienten sind deshalb zu den Experten des Vereins gekommen.

Bärbel Würdinger erklärt im Jahresbericht, was die Droge Nummer 1 ist.

Freising– Insgesamt haben sich im abgelaufenen Jahr 714 Personen an Prop gewendet. Die Probleme? Unterschiedlich. Neben Alkohol ist auch Cannabis (34 Prozent der Betroffenen) immer wieder ein Thema. Danach kommen Opioide, pathologisches Glücksspiel und exzessiver Medienkonsum. Auffällig: Fast zwei Drittel (62,6 Prozent) der Klienten sind Frauen, 15 Personen „hatten Fluchterfahrung“, wie es in dem Bericht heißt, 118 insgesamt keine deutsche Staatsbürgerschaft. Der größte Teil, 90 Prozent, kommt direkt aus dem Landkreis Freising, sechs Prozent aus Nachbar-Landkreisen und vier Prozent aus sonstigen Regionen. In der Altersstruktur ist man relativ gleichmäßig verteilt – allerdings mit einer Ausnahme: 212 Personen waren zum Zeitpunkt der Beratung zwischen 20 und 29 Jahre alt – der Höchstwert.

Was macht der Prop-Verein also dagegen? Zunächst geht es zur Beratung: Ergibt sich im Gespräch weiterer Bedarf, kann ambulant behandelt werden. Allerdings ist es auch möglich, die Klienten in die Entzugsklinik nach Taufkirchen weiterzuvermitteln. Dass das nicht einmal selten vorkommt, beweisen die Zahlen: Rund 27 Prozent der Klienten wurden auf Reha, Entzug, in das betreute Wohnen oder zu anderen Beratungsdiensten vermittelt.

Auch in Sachen Prävention war man beim Prop wieder sehr aktiv: Insgesamt nahmen 1554 Personen an den zahlreichen Workshops und Elternabenden teil, auch an den Schulen wurden wieder sogenannte „Power Peers“ ausgebildet. Das sind Schüler, die sich in Sachen Suchtprävention an den Einrichtungen engagieren.

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