„Jeder Tag ist ein Tag zu viel“: Atomkraftgegner drängen zur Eile

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Freising – Das Freisinger Bündnis für den Atomausstieg hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, bei der Nutzung der Erneuerbaren Energien nicht auf die Bremse zu treten.

Die Kernkraftgegner waren am Montagabend auf dem Marienplatz zu einer Mahnwache zusammengekommen, um an das Reaktorunglück von Tschernobyl zu erinnern, das sich am Dienstag zum 30. Mal gejährt hat.

Andreas Henze, Sprecher des Freisinger Bündnisses, erinnerte an die Geschehnisse von damals: dass die deutsche Bevölkerung über den GAU erst informiert worden war, nachdem die radioaktive Wolke schon über Bayern abgeregnet war; dass die Gefährlichkeit der Radioaktivität heruntergespielt worden war; dass die Warnungen erst nach und nach dringlicher wurden. „Kinder durften nicht mehr auf den Spielplatz, Salat aus dem eigenen Garten sollte nicht mehr gegessen, Milch nicht mehr getrunken werden“, zählte Henze auf. Die Folgen seien bis heute zu spüren. „Wildschweine und Pilze aus dem Wald sind in einigen Regionen in Süddeutschland immer noch weit über dem zulässigen Grenzwert belastet und müssen entsorgt werden.“

Dass der Atomausstieg in Deutschland in sechseinhalb Jahren vollzogen sein soll, reicht dem Bündnis nicht. „Jeder Tag ist ein Tag zu viel“, betonte Henze. „Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, die Nutzung der Erneuerbaren Energien nicht jedes Jahr weiter abzubremsen, sondern endlich die Energiewirtschaft aktiv auf Erneuerbare Energien umzugestalten. Nur so können wir unsere Verantwortung für die Erde übernehmen.“

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