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Ausgezeichnete Talente: Landrat Helmut Petz (r.) und Organisator Wolfgang Kopf (hinten) mit den Preisträgern (v. r.) Clemens Ripp, Nick Raster und den „Feger Spezies“. 

Ehrung im Landratsamt Freising

Jugendkulturpreis Freising: Fünf Spezies räumen ab

Breit gestreut wurde heuer der Jugendkulturpreis vergeben. Den ersten Preis holten sich die Feger Spezies. Platz zwei und drei gingen an ganz ungewöhnliche junge Künstler.  

Landkreis– Lange Zeit konnten sie keine Musik machen. Am Freitag durften sie mal wieder beweisen, was sie können. Im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Freising bekamen die „Feger Spezies“ aus den Händen von Landrat Helmut Petz den Jugendkulturpreis.

Üblicherweise findet die feierliche Verleihung während des „Uferlos“-Festivals statt. Doch in diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie alles anders. „Aber ich denke, der Große Sitzungssaal, der Festsaal des ehemaligen Klosters, bietet uns einen würdigen Rahmen“, sagte der Landrat, der zunächst erläuterte, wie der Jugendkulturpreis entstanden ist. Kreativität, Talent und Ehrgeiz von jungen Menschen aus dem Landkreis im künstlerischen Bereich auf diese Weise zu unterstützen und zu fördern, sei eine Idee des Jugendkreistags Freising gewesen.

Die Feger Spezies

Inzwischen wurde der Jugendkulturpreis zum achten Mal vergeben. Platz 1 ging dieses Jahr an „fünf hervorragende Vertreter der Gattung Blechbläser“, wie es Jurymitglied Martin Keeser in seiner Laudatio ausdrückte. „Sie sind etwas Besonderes“, sagte Keeser. Stilvoll entstanden in einer Freisinger Lokalität, wurden aus zwei bald fünf Blasmusiker, die mit ihrem „unvergleichlichen Mix aus Crossover, Rock, Jazz, Klassik und Volksmusik“ dann „ihren Siegeszug durch Freising und das Umland“ starteten.

Die fünf jungen Musikanten bedankten sich musikalisch.“ Also spielten die „Feger Spezies“ zunächst Udo Jürgens´ „Vielen Dank für die Blumen“, ehe sie über eine erfrischende Stückauswahl von Klassikern und modernen Liedern schließlich bei „English Man in New York“ von Sting ankamen.

Mit 700 Euro ist der erste Platz dotiert, 500 Euro gab es für den zweiten, 300 Euro für den dritten Platz.. Die Reihenfolge hatte die Jury mit Bedacht festgelegt. „Wir haben dafür intensive Gespräche geführt“, sagte Wolfgang Steger vom Theater04, der durch den Abend führte. Neben Steger und Keeser saßen Jutta Ederer, Geschäftsführerin von Bücher Pustet, Vipo Maat, Veranstalter des „Uferlos“, sowie die vier Jugendkreisräte Ellen Bratke, Kilian Winhart, David Vogt und Chiara Vogt in der Jury.

Clemens Ripp

Letztere lobte den Drittplatzierten Clemens Ripp. „Seine Musik erzeugt eine entspannte und gemütliche Atmosphäre“, sagte die Laudatorin. Der Singer-Songwriter startete als Straßenmusiker, gab später sein erstes Konzert und veröffentlichte 2019 seine erste CD. „Die Begeisterung an der Musik ist ihm anzusehen.“ Drei Songs, darunter den Titelsong seines neuen Albums, das im Januar erschienen war, bot Clemens Ripp dar. „Mit diesem Preis habe ich nicht gerechnet“, sagte der junge Musiker.

Nick Raster

Nick Raster hätte beinahe sein Können nicht zur Schau stellen können. „Ich musste ja das Klischee vom verplanten Künstler erfüllen“, sagte der Gewinner des zweiten Preises. Er stand kurz vor Beginn der Veranstaltung vor dem Rathaus. „Aber alle Türen waren zu.“ Abhilfe bot sein Vater, der seinen Sohn kurzerhand auf dem Gepäckträger seines Radls zum Landratsamt chauffierte. Dort sagte Jurymitglied Kilian Winhart über den Bildhauer und Maler: „Er ist ein ganz besonderes Talent. Was er macht, ist grandios.“ Via Beamer zeigte Nick Raster einige seiner Zeichnungen und Skulpturen. Ansichten unter anderem von der Korbiniansbrücke in Freising und von den Oberammergauer Alpen, wo er derzeit eine Ausbildung an der Staatlichen Berufsschule für Holzbildhauer absolviert. „Ich mag Architektur, aber ich finde es noch spannender, wenn man etwas von seinem Motiv spürt“, sagte er und zeigte eine Zeichnung seiner schlafenden Freundin.Zum Abschluss sagte Wolfgang Steger: „Bleibt der Wunsch, dass ihr eure Kunst sehr bald wieder einer breiten Öffentlichkeit zeigen könnt.“  ft

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