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Möchten in den Landtag: Die Linken-Kandidaten Jan Freudenreich , Rosemarie Eberhard und Guido Hoyer.

Direkt-Kandidat guido Hoyer

Kampfansage von Hoyer: „Die Linke gehört in den Landtag“

Der Freisinger Kreisverband der Linken hat den Direktkandidaten im Stimmkreis 116 für die Landtagswahl nominiert. Das einhellige Votum bei der Versammlung am Montagabend fiel auf den Politikwissenschaftler Guido Hoyer.

Freising – Hoyer war bereits im letzten Jahr als Kandidat für die Bundestagswahl ins Rennen geschickt worden. Für den Bezirkstag stellten die Linken den Informatikstudenten Jan Freudenreich auf.

Mit fünf Ja-Stimmen gab es „hundertprozentige“ Mehrheit für den „Guido“. Mehr stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Mitgliederversammlung im Nebenraum des Etcetera nicht anwesend. Deshalb plädierte Wahlleiter Detlev von Klinkowström auch dafür, die Nominierung des Listenkandidaten für den Landtag auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

„Die Linke gehört in den Landtag.“ Davon war Hoyer überzeugt. Denn historisch gesehen sei der Freistaat Bayern vor 100 Jahren von den revolutionären Kräften um Kurt Eisner ausgerufen worden, nicht vom gemäßigten Flügel der SPD. Auch wenn sich die Genossen das heute gerne auf die Fahnen schrieben, kritisierte Hoyer. Das gute Ergebnis der Linken bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass seine Partei immer stärker werde.

Deren Positionen legte Hoyer im Schnelldurchgang offen: das Bildungssystem in Richtung Ganztagsschule ausrichten, Entlastung der „Häuslebauer“ in Sachen Straßenausbaubeitragssatzung – die Immobilienkonzerne jedoch verstärkt heran ziehen. Das „Versagen“ der derzeitigen Regierung beim Nahverkehr wurde angeprangert. Der barrierefreie Einstieg bei der S-Bahn sei bis heute nicht verwirklicht. Und: „Mit dem ICE bin ich genauso schnell in Nürnberg wie mit dem Flugzeug.“ Ergo: „Auch wir sind gegen die 3. Startbahn.“ Den „Filz“ beim Verfassungsschutz und der Einsatz krimineller V-Leute im Umfeld der NSU wurden verurteilt, genauso wie die „Abschottungspolitik“ der Bayerischen Staatsregierung hinsichtlich der Flüchtlingsfrage. „Bayern ist in der Geschichte immer ein Einwanderungsland gewesen“, betonte Hoyer.

Als Direktkandidat für den Bezirkstag wurde der 28-jährige Informatikstudent Jan Freudenreich bestätigt. Er halte den Bezirkstag für eine interessante „dritte kommunale Ebene“ und eine „wichtige soziale Stimme“ im Landtag. Als Listenkandidatin stellte sich Rosemarie Eberhard zur Verfügung. Die langjährige Grünen-Stadträtin möchte sich für „mehr Transparenz“ im Pflegebereich und der psychosozialen Betreuung einsetzen. Der Einzug in das Maximilianeum werde „nicht einfach“, resümierte Versammlungsleiter Detlev von Klinkowström. Im März werde man sich zu einer Klausurtagung einfinden, um dort den „Einstieg“ in den Wahlkampf vorzubereiten.

Maria Martin

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