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„Ein Farbtupfer im Grau des Alltags“: Karin Weber geht, Josef Hauner (l.) begrüßte Nachfolger Nikolaus Windisch. 

Sie war über 13 Jahre lang Chefin

Wechsel an der Spitze der Freisinger Arbeitsagentur: Karin Weber geht

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Über 13 Jahre lang war sie die Chefin der Bundesagentur für Arbeit in Freising: Karin Weber. Jetzt geht sie - mit fünf Dirndl.

Freising – Über 13 Jahre lang war sie die Chefin der Bundesagentur für Arbeit in Freising: Karin Weber. Jetzt ist sie in den Ruhestand verabschiedet worden – mit lobenden und zur bevorzugten Kleidung Webers passenden blumigen Worten. Aber nicht nur wegen ihres Outfits sei sie „ein Farbtupfer im Grau des Alltags“ gewesen, sagte Ralf Holtzwart, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern am Freitag im Sitzungssaal des Landratsamtes. Gleichzeitig wurde auch Webers Nachfolger begrüßt: Nikolaus Windisch, Jahrgang 1961, und in dezentes Blau gewandet.

Das „Gesicht“ der Arbeitsagentur

Der Sitzungssaal war voll, viele Weggefährten und Kollegen wollten sich von Weber verabschieden, die auch am Freitag  ihrem Kleiderstil treu blieb: „Sie kommen – und der Frühling ist da“, kommentierte der Vorsitzende des Bezirkspersonalrats Bayern und der Bundesagentur in Freising, Rainer Mehringer, das Outfit Webers.

Das, was Weber selbst als „zu viel des Lobes“ bezeichnete, kam zunächst von Landrat Josef Hauner: „Sie haben der Bundesagentur ein Gesicht gegeben.“ Und: „Ihr Name stand für Kompetenz, Netzwerk und Sympathie“, so der Freisinger Landrat, der die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Bundesagentur lobte.

Andreas Karl, der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Bundesagentur für Arbeit Freising, bezeichnete Weber als „Glücksfall“. Sympathisch sei sie gewesen, aufgeschlossen, uneitel – „Sie werden uns fehlen“.

Gigantische Herausforderungen

Mehringer würdigte an Weber, dass sie aus Betroffenen Beteiligte gemacht habe, und Holtzwart versicherte Weber, sie könne stolz auf das sein, was sie geleistet habe – vor allem auch, als vor einigen Jahren der Bezirk der Landkreise Freising und Erding um Ebersberg und Dachau erweitert worden sei. „Die Herausforderungen waren gigantisch“, so Holtzwart, der an Weber ihre Feinsinnigkeit und Reflektion schätzte.

Webers Nachfolger heißt Nikolaus Windisch, ein geborener Oberpfälzer, der die meiste Zeit seines Berufslebens in Regensburg tätig war. Offenbar sei er „eine treue Seele“, so Hauner, der hoffte, Windisch werde auch einige Jahre in Freising bleiben. Mehringer wusste: „Sie sind einer von uns.“

Was Weber aus ihrer Zeit in Freising mitnimmt? „Fünf Dirndl – zwei lange und drei kurze. Und die passen mir immer noch.“

Aktuelle Infos über den Arbeitsbezirk Freising: Bezirk Freising hat die niedrigste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren

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