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Karl-Obermayr-Denkmal: Hälfte der Entwürfe bei den Freisingern durchgefallen

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Von: Helmut Hobmaier

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Büste und Statue.
Sitzend oder stehend, als Büste oder Statue: Ganz unterschiedliche Entwürfe präsentierten Künstler für das geplante Karl-Obermayr-Denkmal an der geöffneten Moosach in der Freisinger Innenstadt. archiv © Michalek

Wann kommt endlich das Karl-Obermayr-Denkmal? Nach unvorhergesehenen Verzögerungen rückt die Entscheidung jetzt näher.

Freising – Wann wird endlich der Siegerentwurf des geplanten Karl-Obermayr-Denkmals gekürt? Diese Frage stellen sich nicht nur Künstler, die vor Monaten ihre Vorschläge eingereicht haben, sondern auch viele Freisinger Bürger. Eigentlich hätte nämlich bereits im August die Entscheidung darüber fallen sollen, welcher der 17 Entwürfe, die Anfang Juli im Furtnerbräu vorgestellt wurden, nun das Rennen macht. Grund für die Verzögerung: Urlaub und Corona haben dem beim Obermayr-Denkmal federführenden Verein Stadtheimatpflege Freising so arg zugesetzt, wie Vorsitzender Bernhard Reiml berichtet, dass sich alles verzögert hat. Jetzt soll aber alles sehr schnell gehen.

Das Interesse der Freisinger war groß

Zur Präsentation der Wettbewerbsergebnisse für ein Karl-Obermayr-Denkmal waren Anfang Juli rund 300 interessierte Freisinger gekommen, um zum größten Teil auch eine Stimmkarte für ihren Favoriten-Entwurf abzugeben. Dann sollte unmittelbar danach die Entscheidung der Jury fallen – und bis Ende 2022 eine lebensgroße Statue des berühmten Sohns der Domstadt auf den Stufen der geöffneten Moosach in der Oberen Hauptstraße sitzen. Jetzt will man aber rasch aufholen und Gas geben, wie Reiml versichert – und dabei quasi dreigleisig fahren. Bürgervotum, Politik und Jury.

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Zum einen liege ja bereits das Bürgervotum vom Furtnerbräu vor. Bei der Bevölkerung sei etwa die Hälfte der Entwürfe glatt durchgefallen, berichtet Reiml. Die habe man schon mal „an die Seite gestellt“, denn: Ein Denkmal, das den Bürgern absolut nicht gefällt, wolle man keinesfalls. Schließlich bezahlen die Freisinger das Denkmal, so Reiml – und es sei ja auch für die Bürger gedacht: „Es hilft ja nix, wenn die Leute in dem Denkmal nicht den Karl Obermayr erkennen.“ Trotzdem soll die Jury aber auch die Entwürfe sehen, die auf wenig Resonanz gestoßen sind. Drei Modelle seien auf sehr hohe Zustimmung gestoßen – zweifellos die bisherigen Favoriten.

Erst kommt noch die Politik, dann die Jury

Bevor nun aber die Jury tagt und ihre endgültige Entscheidung fällt, will der Verein Stadtheimatpflege die Entwürfe „auch noch der politischen Seite vorstellen“. Dazu will Reiml in Kürze die Vertreter der Stadtratsfraktionen zu einer Präsentation einladen.

Danach tage, so Reiml, dann auch zeitnah die etwa sechs- bis siebenköpfige Jury. Sie besteht aus der engeren Vorstandschaft des Stadtheimatpflegevereins, einem Vertreter der Stadtverwaltung sowie etwa drei Fachleuten aus dem Bereich Kunst, Kultur und Architektur. Begutachtet würden dabei alle 17 Entwürfe. Binnen drei Wochen, so hofft Reiml, soll die Entscheidung gefallen sein. Dann kann sich der siegreiche Künstler ans Werk machen, um das Denkmal fertigzustellen.

Die Ungeduld der Bürger und der Künstler hat der Verein Stadtheimatpflege bereits zu spüren bekommen. Reiml sieht darin auch etwas Positives: Das Projekt Obermayr-Denkmal komme „bei den Leuten sehr gut an“, betont der Vorsitzende. Er habe noch keine einzige negative Stimme gehört. Bleibt abzuwarten, wie dann das Siegermodell ankommt.

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