Vor einem Restaurant hängt ein Schild mit Hinweis auf 2G
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Vor einem Restaurant im Stuttgarter Westen hängt ein Schild mit der Aufschrift „Liebe Gäste bei uns gilt 2G - geimpft - genesen Bitte halten Sie Ihre Nachweise bereit“. Symbolbild

Großes Verständnis von Wirten und Gästen

Kein Selbstzweck, sondern Schutz: Polizei im Kreis Freising kontrolliert verstärkt Corona-Regeln

  • Magdalena Höcherl
    VonMagdalena Höcherl
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Am Wochenende wurden die Corona-Kontrollen im Kreis Freising verstärkt. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Geldstrafen von bis zu 5000 Euro.

Freising – Die Regeln werden verschärft: Seit Dienstag gilt in Restaurants und Hotels die 2G-Regel, für Discos plant Ministerpräsident Markus Söder 2Gplus. Zugleich sind bereits zum vergangenen Wochenende, als in der Gastronomie noch 3Gplus erlaubt war, die polizeilichen Kontrollen zur Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes verstärkt worden. Wie berichtet, gab es bei den 50 Kontrollen im Landkreis Freising sieben Verstöße gegen die aktuellen Maßnahmen. Matthias Schäfer, neuer Dienststellenleiter der PI Freising, zieht dennoch ein positives Fazit.

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Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit

In Freising haben Polizeibeamte am Freitag gemeinsam mit Vertretern des Landratsamts rund ein Dutzend Gastrobetriebe, Bars und Kneipen überprüft, berichtet Schäfer. Dabei hätten sie in der Domstadt keinen einzigen Verstoß registrieren müssen. „Die Kontrollen waren so eine Art Auftaktveranstaltung.“ Im Fokus habe gestanden, die Betreiber für die strengen Regeln zu sensibilisieren.

„Der Hintergrund dieser ersten Kontrollen war, Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt auch Robert Stangl, Sprecher des Landratsamts. Man habe sich die Hygienekonzepte zeigen lassen und die Handhabung der Kontrollen in den Lokalen überprüft. Mitunter gelte es, Sprachbarrieren zu beseitigen; schließlich sei nicht jedes Lokal ein bayerisches Wirtshaus.

„Leute sollen sehen, dass kontrolliert wird“

Unterwegs waren die Polizeibeamten in Uniform, sagt Polizeioberrat Schäfer. „Die Leute sollen ja auch sehen, dass kontrolliert wird.“ Grundsätzlich seien die Kontrollen sowohl von Wirten als auch von Gästen positiv aufgenommen worden. „Wenn wir auf Kleinigkeiten hingewiesen haben, wurde das auch akzeptiert.“ Von seiner persönlichen Erfahrung berichtet Schäfer: „Ich selbst war am Wochenende auch essen und wurde vorbildlich kontrolliert. Als Gast bin ich natürlich froh drum.“ Denn das Prozedere diene keinem Selbstzweck, sondern dem Schutz von Gästen und Personal.

Insgesamt ist der Freisinger PI-Chef zufrieden mit den ersten Kontrollen, und auch das Landratsamt wertet den Auftakt am vergangenen Wochenende als Erfolg hinsichtlich der Sensibilisierung der Verantwortlichen und der Einhaltung der geltenden Bestimmungen. Das soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.

Geldstrafe bis zu 5000 Euro

Die Kreisbehörde und die drei Polizeiinspektionen im Landkreis – Freising, Moosburg und Neufahrn – haben sich zusammengeschlossen und planen Kontrollen mit insgesamt zwölf interdisziplinären Teams, bestehend aus Lebensmittelkontrolleuren, Vollzugskräften der Kreis- und gemeindlichen Ordnungsbehörden sowie Polizeibeamten der Inspektionen und der Bereitschaftspolizei, um die Kontrollen flächendeckend im Landkreis ausweiten zu können, erklärt Pressesprecher Stangl. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Geldstrafen von bis zu 5000 Euro.

Landrat Helmut Petz appelliert an Gewerbetreibende und Privatpersonen, die geltenden Vorschriften zu beachten. „Sowohl die aktuellen Regelungen als auch die notwendigen Kontrollmaßnahmen der Polizei dienten dem Gesundheitsschutz aller Menschen im Landkreis Freising und weit darüber hinaus“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts.

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