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Aufgepasst: Sind Wespen in der Nähe, sollte man ruhig bleiben und nicht versuchen, die schwarz-gelben Insekten wegzupusten.

Wespenberater statt Giftkeule

Keine Angst: Experten geben Tipps, was im Umgang mit Wespen zu beachten ist

Sie sind meist unbeliebte Gäste: Wespen, die sich über die Kaffeetafel oder das Grillbuffet hermachen. Dabei sind die Tierchen brav – wenn man sich an ein paar Regeln hält.

Freising – Wolkenloser Himmel, die Sonne strahlt: Perfektes Wetter, um draußen zu essen. Doch der Genuss von Kuchen, Säften, Eis und selbst Grillfleisch wird oftmals von unliebsamen Insekten gestört. Nicht selten folgt darauf aufgeregtes Wedeln, Pusten oder der Einsatz von Giften jeglicher Art. Die Panik ist oft groß, jedoch meist völlig unbegründet. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Freising hin. Die Verantwortlichen erklären die Unterschiede und geben Tipps, um Angriffe und Stiche zu vermeiden.

Unter den acht staatenbildenden Wespenarten sind es nämlich nur zwei, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die als störend empfunden werden. Die anderen sind an unserem Essen nicht interessiert. Ähnlich zur Honigbiene tragen auch Wespen aller Art zur Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen bei, heißt es vonseiten der Kreisbehörde. Im Sommer sei die Wespe jedoch mit der Aufzucht und Fütterung ihrer Brut beschäftigt. Hierzu fange sie unzählige Insektenlarven und übernehme somit eine wichtige regulative Funktion im Naturhaushalt. Unter anderem würden auch die Wespen die von vielen Gartenbesitzern gefürchteten Raupen des Buchsbaumzünslers fressen.

„Es gibt nur zwei Anlässe, warum Wespen stechen“

Im Hochsommer ist der Bedarf an Eiweiß laut Pressesprecher Robert Stangl für die Wespenlarven gedeckt und die Suche nach zuckerhaltiger Nahrung beginnt. Dabei komme es dann oftmals zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. „Es gibt allerdings nur zwei Anlässe, warum Wespen stechen“, betont die Untere Naturschutzbehörde. Zum einen, wenn sie gequetscht oder gedrückt werden, zum anderen wenn sie ihr Nest und Volk gegen Störungen oder Beschädigung verteidigen wollen.

Beide Fälle können vermieden werden, wenn man sich an ein paar Spielregeln hält. So sollte man schnelle Bewegungen und Erschütterungen vermeiden, und die Wespen auch nicht weg- oder anpusten, da das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid ein Warnsignal für die Wespe darstellt. Wenn sich Wespen in Haus oder Garten eingenistet haben, kann man sich über die kostenlosen Schädlingsbekämpfer freuen und sollte ein wenig Rücksicht nehmen: die Einflugschneise nicht blockieren, Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen, zur Ablenkung vom Gartentisch eine ungestörte „Futterstelle“ einrichten und sonstige Störungen für ein paar Wochen möglichst vermeiden. Denn im Herbst stirbt das Wespenvolk ab, das Nest kann gefahrlos entfernt und die Baukunst der kleinen Insekten bestaunt werden.

Wespenberater statt Giftkeule

Falls doch ein Wespennest entfernt werden muss, etwa wegen bekannten Allergien, sollte man laut Naturschutzbehörde nicht gleich die Giftkeule schwingen, sondern den Wespenberater kontaktieren. Bei rechtzeitiger Meldung kann er die Wespen gefahrlos umsiedeln.

Sollte man doch gestochen werden, bedeutet das für einen gesunden Menschen keine Gefahr. Auch Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als Wespenstiche. Die Tiere ziehen sogar die Flucht dem Angriff vor. „Auch der weit verbreitete Spruch, dass drei Hornissenstiche einen Menschen und sieben Stiche ein Pferd töten würden, ist ein Märchen“, sagt Stangl. Man kann die nächste Grillparty zum Sommermärchen werden lassen, auch mit schwarz-gelb-gestreiften Gästen. ft

In Attenkirchen hat ein Mann eine Überraschung auf seinem Dachboden entdeckt - ein gigantisches Wespennest. In Kranzberg haben die Insekten einen Sondereinsatz am Kinderhaus ausgelöst.  Auch interessant zu wissen: Wer besonders geschützte Tiere tötet, dem droht ein hohes Bußgeld - auch einige Wespenarten gehören dazu

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