Zwei Jubiläen in einem

Das Kletter-Eldorado des DAV Freising ist eine Erfolgsgeschichte

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Seit 20 Jahren ist die Freisinger Sektion des Deutschen Alpenvereins am Seilerbrückl zuhause, seit fünf Jahren betreibt man dort die neue Kletterhalle. Das wurde gefeiert - zumal das Kletterzentrum alle Rekorde bricht.  

Freising–  50.000 Besucher kann das Kletterzentrum verzeichnen. DAV-Vorsitzender Christian Resters Bilanz nach fünf Jahren: „Diese Halle bringt Menschen zusammen.“ Eine echte Erfolgsgeschichte also. Und die soll in den kommenden Jahren um ein weiteres Kapitel erweitert werden.

Großer Andrang bei der Geburtstagsfeier von DAV und Kletterzentrum

Es war das Bild, das sich meistens in der Kletterhalle bietet: zahlreiche Bergfexe, kleine und große, gesichert durch Seile, kraxeln die Wände mit ihren verschiedenen Schwierigkeitsgraden in die Höhe, der Andrang ist groß, Klettern ist „in“. Und deshalb waren die Botschaften, die Rester den geladenen Gästen aus der Politik mitgebracht hatte, nicht nur in die Vergangenheit gerichtet, sondern vor allem auch in die Zukunft. „Eine Kletterhalle für Freising“ habe man damals bauen wollen, als nach vielen Anträgen, Planungen, Frust und Freude, nach 9000 Arbeitsstunden und 1,2 Millionen Euro an Ausgaben am 14. November 2014 die neue Kletterhalle eingeweiht werden konnte. Ziel erreicht, so könnte man heute sagen. Denn die steigende Zahl der Besucher, von denen der Großteil aus Freising komme, gebe dem Projekt Recht. Und auch deswegen zähle die Freisinger DAV-Sektion derzeit 5500 Mitglieder, sei der größte Verein in der Stadt, so Rester.

Beim Jubiläumsfest durfte ausgiebig geklettert werden. Auch der Nachwuchs zeigte, was er kann.

Wichtig: „Die Halle bringt Menschen zusammen“, wie der DAV-Vorsitzende sagte. Und das nicht nur beim Sport. Vernissagen, Lesungen, Vorträge, Partys und Konzerte – all das findet im neuen DAV-Zentrum auch seine Heimat. Finanziell, so Rester, sei man ebenfalls auf einem guten Weg: Nach fünf Jahren sei man mit dem Abbezahlen der Kredite „voll im Soll“, nach zehn Jahren möchte man die Kletterhalle vollständig abbezahlt haben.

Wichtig ist Rester auch noch etwas anderes: Man sei ein Freisinger Verein, man sei hier fest verwurzelt. Und: „Wir bieten etwas an. Für unsere Stadt.“ Und man kümmere sich um die alte Halle, die bekanntlich in einem ehemaligen Lagerhaus untergebracht ist. Er hoffe, dass Politik, Verwaltung und der Verein auch künftig „als Seilschaft zusammenarbeiten“.

Statik und Enge des alten Hauses beschränken die Möglichkeiten

Dieser Satz leitete zu den Zukunftsplänen des DAV über, die Rester am Samstag ebenfalls darlegte. Denn: „Teilweise werden wir regelrecht überrollt.“ Gerade die Akzeptanz des Boulderns habe in den vergangenen Jahren wesentlich zugenommen. Und da liegt eines der Probleme des DAV in Freising. Denn man müsse „leider zugeben, dass wir hier von den Baulichkeiten her nicht mehr mithalten können“, sagte Rester. Die Statik und die Enge des alten Hauses beschränkten die Möglichkeiten. Mittelfristig müsse man sich da also „etwas überlegen“, kündigte Rester an und zeigte erste Pläne und Skizzen, wie und wo man sich so ein zusätzliches Bouldergebäude auf dem Gelände vorstellen könne.

Noch wesentlich drängender ist ein anderes Problem: die mangelnde Zahl von Parkplätzen. Auch wenn der Erweiterungsparkplatz seit langer Zeit angedacht sei und schon „viel verhandelt“ wurde, Tatsache sei, dass es ihn noch nicht gebe. Beides wären wichtige Zutaten für ein „zukunftsfähiges Kletterzentrum für Freising“. Rester hoffte, dass sich bei der Umsetzung dieser Pläne „die Grabenkämpfe“, wie es sie beim Bau der Kletterhalle gegeben habe, nicht wiederholen. Die Politprominenz – allen voran OB Tobias Eschenbacher – hörten die Botschaft wohl.

Zuvor war dem Tross der Gäste von Rester die Kletterhalle und der Boulderbereich gezeigt worden, hatte man mit einem Glas Sekt auf fünf Jahre Kletterzentrum und 20 Jahre DAV am Seilerbrückl angestoßen. Und es war, wie Rester gesagt hatte: „Die Halle bringt Menschen zusammen.“

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