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Geschafft: Das Team der „Flying Interventionalists“ mit dem Projekt-Koordinator vor dem Klinikum Freising, Oberarzt Dr. Stephan Hofer (3. v. l.), nach dem ersten Einsatz und der ersten Landung in Freising Anfang April.

Klinikum Freising startet erfolgreich ins Projekt „FIT“

Fliegende Schlaganfall-Spezialisten landen ab sofort in Freising

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Beim Schlaganfall zählt jede Minute. Damit die Versorgung dieser Patienten aus der Region Freising noch schneller und besser gelingen kann, beteiligt sich das Klinikum seit Februar am Projekt „FIT“ („Flying Interventionalists“): Ein Spezialarzt wird aus München eingeflogen.

Freising – Schneller kann effektive Hilfe nicht geleistet werden, deswegen hat sich das Klinikum der Domstadt ins Projekt „FIT“ („Flying Interventionalists“) eingeklinkt. Und so läuft die Hilfe über die Luft ab: Ein interventioneller Neuroradiologe, der auf die Diagnose und minimal-invasive Therapie von Erkrankungen an Gehirn und Wirbelsäule spezialisiert ist, wird aus der Landeshauptstadt mit dem Hubschrauber eingeflogen. Währenddessen wird der Patient im Klinikum Freising sofort nach der Diagnose in der Notaufnahme für den Eingriff im Katheterlabor vorbereitet. Eine wesentlich aufwendigere Verlegung des Patienten nach München ist damit nicht nötig. Seit Anfang April sind drei Patienten auf diese Weise im Klinikum Freising behandelt worden.

Nicht rot-weiß, nicht gelb, nicht orange: Der dunkelgraue Hubschrauber, der eigens für die „Flying Interventionalists“ im Einsatz ist, beim Landeanflug vor dem Klinikum Freising. Fotos: Klinikum

„Das Einfliegen des interventionellen Neuroradiologen macht einen Zeitgewinn von fast bis zu zwei Stunden aus“, sagt Oberarzt Dr. Stephan Hofer, der Leiter der Schlaganfallstation und Koordinator des Projekts am Klinikum Freising. „Das bedeutet, dass der für den Patienten überlebenswichtige Eingriff eine deutlich höhere Erfolgsaussicht hat.“ Bei einem Schlaganfall wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Anzeichen für einen Schlaganfall sind beispielsweise Lähmungen, Sprach- oder Sprechstörungen aber auch Kopfschmerzen und Sehstörungen. Ziel der akuten Schlaganfallbehandlung ist die Öffnung eines verschlossenen Gefäßes, damit die Blutversorgung des Gehirns wieder hergestellt werden kann.

Insgesamt elf Kliniken rund um München sind an dem Projekt beteiligt und werden in wechselndem Turnus jeweils wochenweise angeflogen. Dabei steht für „FIT“ täglich von 8 bis 22 Uhr ein eigener Hubschrauber mit Besatzung zur Verfügung.

Als „Flying Interventionalists“ arbeiten abwechselnd fünf Neuroradiologen aus dem Klinikum rechts der Isar und dem Klinikum Harlaching. Diese werden von einer speziellen medizinisch-technischen Radiologieassistentin begleitet und bringen Spezialkatheter für den Eingriff vor Ort mit. „Jeder Schlaganfall ist immer ein Notfall. Durch die Zusammenarbeit mit den ‚Flying Interventionalists‘ gewinnen wir für unsere Patienten wichtige Zeit“, kommentiert Dr. Roland Brückl, Chefarzt der Kardiologie und Pneumologie am Klinikum Freising. „Zusammen mit unserer spezialisierten Schlaganfallstation und dem Katheterlabor ist das Klinikum Freising damit weiter eine der wichtigsten Adressen in der regionalen Notfallversorgung.“ Im Haus werden jährlich rund 500 Schlaganfallpatienten versorgt, für rund 20 Patienten davon kommt als neue, zusätzliche Behandlungsmöglichkeit der Einsatz des „FIT“-Teams in Frage. Wichtigstes Kriterium ist dabei vor allem, wie viel Zeit zwischen dem Schlaganfall und der Diagnose liegt.

Das Projekt wird nach einer sechsmonatigen Etablierungsphase für weitere zwei Jahre laufen und durch eine Studie begleitet. „FIT“ gehört zum „TEMPiS“-Netzwerks, dem telemedizinischen Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Süd-Ost-Bayern. Das Klinikum Freising gehört dem Netzwerk seit 2003 an.  cw

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