Zum Thema Mietspiegel

Kommentar: Die Stadt Freising wäre in der Pflicht gewesen

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Der Finanzausschuss Freising hat einem Mietspiegel bereits zum zweiten Mal eine Absage erteilt. Eine falsche Entscheidung, findet FT-Redakteur Manuel Eser

Dass der Freisinger Finanzausschuss die Erstellung eines Mietspiegels abgelehnt hat, ist ein Armutszeugnis für die Stadt. Denn aufgrund der Wachstumsprognosen ist davon auszugehen, dass auch die Mieten weiter klettern werden. Ein Mietspiegel wäre das Instrument gewesen, um die Mieten in Zaum zu halten. Angesichts einer Wartezeit von sieben Jahren für eine Sozialwohnung, wie sie in Freising derzeit existiert, wäre die Stadt auch in der Pflicht gewesen, aktiv zu werden. 

Stattdessen äußern CSU- und FSM-Räte Bedenken, dass die Mieten durch einen Spiegel steigen könnten. Dabei bezieht sich der Haus- und Grundbesitzerverein in Fällen, wo er Vermieter bei Mieterhöhungen unterstützt, bereits auf einen Spiegel, nämlich den von Dachau. Und dort sind die Mieten laut aktuellem Wohn-Index Deutschland noch teurer als in Feising. Es wäre schön gewesen, wenn sich die Räte da schlau gemacht hätten, statt das Projekt mit Scheinargumenten durchfallen zu lassen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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