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Eine gut gemixte Liste hat die Linke nach den Worten von Nicolas Graßy auch für die Stadtratswahl zusammengestellt.

Guter Querschnitt der Bevölkerung

Freisinger Linke stellt Listen für Kommunalwahl auf – und schafft eine Premiere

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Die Freisinger Linke hat ihre Listen für die Stadtrats- sowie für die Kreistagswahl aufgestellt. Dabei konnte die Partei eine Premiere feiern. 

Freising – Erstmals in ihrer Geschichte hat die Freisinger Linke sowohl die Liste für die Stadtratskandidaten, als auch die 70 Plätze auf der Kreistagsliste voll bekommen. Eine „tolle, freudige Nachricht“, nannte das Kreisvorsitzender Nicolas Graßy bei der Aufstellungsversammlung am Mittwoch. Man wertet das Interesse, auf der offenen Liste für die Linke ins Rennen zu gehen als Zeichen dafür, dass man mit den Themen und der klaren Haltung der Partei immer mehr Menschen in der Bevölkerung anspreche. Ziel ist, im Stadtrat und im Kreis mindestens drei Sitze zu ergattern.

Liste zeigt guten Querschnitt der Bevölkerung

An der Liste kann es nach Ansicht Graßys nicht scheitern, denn die zeige einen guten Querschnitt der Bevölkerung. Da seien Wirte vertreten und Einzelhändler ebenso wie Akademiker, Angestellte und Arbeiter. Umweltaktivisten finden ebenso ihre Plätze wie Menschen mit Migrationshintergrund und Antifaschisten. Von 40 Plätzen werden 14 von Frauen belegt. Sie alle eint vor allem eines: ein Engagement in sozialen Bereichen, Gewerkschaften und Betriebsräten sowie der tiefe Wunsch nach einer gerechten, offenen und solidarischen Gesellschaft.

Die Spitzengruppe der Kreistagsliste: (v. l.) Rosi Eberhard, Nicolas Graßy, Albert Schindlbeck, Sven Koblischek und Guido Hoyer.

Bezahlbares Wohnen, stärkerer ÖPNV

Dieser Wunsch spiegelt sich auch in den Themen wieder. Einige Eckpunkte stellte Guido Hoyer, Stadtrat und Listenkandidat auf Platz eins, vor. An erster Stelle nannte er bezahlbares Wohnen, zum Beispiel in Form einer Wohnbauoffensive der Stadt, um den stetig steigenden Preisen des freien Mietmarkts entgegenzutreten. Die Stärkung des ÖPNV in Stadt und im Landkreis stehe ebenso im Fokus wie „gute Arbeit“. Hoyer meint damit etwa die Niedriglohngruppen im öffentlichen Dienst aufzuheben.

Kulturangebote für alle Altersklassen und Schichten

Dann ist da das Thema „Abseits“. Die Linke fordert, dass die Stadt das Gebäude kauft und das Projekt des gleichnamigen Vereins umsetzt.

Rosi Eberhard (Listenplatz 2), spielte auf die Asam-Sanierung an. Prestige-Projekte wie diese würden vorangetrieben und kleine Projekte mit Bürgerengagement gestrichen. „Ja, wir können uns das Asamprojekt leisten, aber dort werden keine jungen Bands spielen“, sagte sie. Es müsse in der Stadt Kulturangebote für alle Altersklassen und Schichten geben.

Eine Frage der Solidarität

Für Guido Hoyer ist es auch eine Frage der Solidarität. In Richtung des Besitzers schickte er die Botschaft: „Herr Graf, Eigentum verpflichtet nach § 14 des Grundgesetzes, es zum Wohle der Gemeinschaft einzusetzen.“ Ein Baudenkmal in solcher Lage dürfe man nicht verfallen lassen. „Die Stadt muss handeln“, forderte Hoyer. Man wolle engagiert in den Wahlkampf ziehen. Das Budget ist knapp, denn die Linke nimmt keine Spenden von Unternehmen an. Dafür mangelt es nicht an Leidenschaft. „Wir können nicht die Welt verändern, aber Freising ein Stück weit ökologischer und gerechter machen“, sagte Hoyer. 

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

Die Kandidaten für den Stadtrat

1. Guido Hoyer; 2. Rosemarie Eberhard; 3. Nicolas-Pano Graßy; 4. Katharina Capric; 5. Albert Schindlbeck; 6. Gisela Fink; 7. Benjamin Handel; 8. Andrea Gurr; 9. Sebastian Morsack; 10. Christina Hacker; 11. Detlev von Klinkowström; 12. Negin Ratzinger; 13. Johann Hartshauser; 14. Irmgard Held; 15. Thomas Gurr; 16. Karla Stamm; 17. Tim Rose; 18. Birgit Regineri; 19. Wolfgang Tiegs; 20. Carolin Plötz; 21.Hasan Özdemir; 22. Anja Waldhof; 23. Max Demmelhuber; 24. Ilse Hoyer; 25. Hans Lehner; 26. Sybille Flossmann; 27. Michalis Pallis; 28. Rosemarie Wiesheu-Kinon; 29. Bernhard Gutewort; 30. Sebastian Kömpel; 31. Leander Liebl; 32. Tobias Hofmann; 33. Martin Kunze; 34. Wolfgang Kinon; 35. Christian Daschner; 36. Adrian Wöhrle; 37. Christof Pflaum; 38. Hans-Josef Weberbartold; 39. Albert Baumgartner-Murr; 40. Franz Eberhard. Ersatzkandidaten: 41. Milos Capric; 42. Christina Held; 43. Christian Waldhof ;44. Rudolf Hofmann; 45. Ramin Maaf.

Die Kandidaten für den Kreistag

1. Albert Schindlbeck; 2. Gisela Fink; 3. Guido Hoyer; 4. Susanne Carus; 5. Nicolas-Pano Graßy; 6. Rosemarie Eberhard; 7. Sven Koblischek; 8. Karin Oberprieler; 9. Mario Muraro; 10. Karla Stamm; 11. Maik Schönherr; 12. Christina Held; 13. Manfred Rauch; 14. Sabine van Lier; 15. Stefan John; 16. Katharina Capric; 17. Manfred Helfensteller; 18. Carolin Plötz;19. Benjamin Handel; 20. Christina Hacker; 21. Johann Hartshauser; 22. Moritz Messerschmitt; 23. Johannes Deml; 24. Bernhard Gutewort; 25. Tobias Lackermeier; 26. Michael Richter; 27. Thomas Öhlmann; 28. Negin Ratzinger; 29. Sebastian Morsack; 30. Birgit Regineri; 31. Tobias Crefeld; 32. Sylvia Strobl; 33. Rudolf Hofmann; 34. Irmgard Held; 35. Dr. Konrad Beischl; 36. Andrea Gurr; 37. Christoph Kronert; 38. Ilse Hoyer; 39. Werner Rauch; 40. Anja Waldhof; 41. Alex Strobl; 42 Sibylle Flossmann;  43. Thomas Gurr; 44. Tina Buchberger; 45. Milos Capric; 46. Rosemarie Wiesheu-Kinon; 47. Christian Waldhof; 48. Karl Schäftlmeier; 49. Ludger Mintrop; 50. Ramin Maaf; 51. Helmut Sterr; 52. Detlev von Klinkowström; 53. Dominik Oberprieler; 54. Wolfgang Tiegs; 55. Björn Groß; 56. Tim Rose; 57. Franz Eberhard; 58. Albert Baumgartner-Murr; 59. Jan Werner; 60. Max Demmelhuber; 61. Christof Pflaum; 62. Tobias Hofmann; 63. Leander Liebl; 64. Wolfgang Kinon; 65. Sebastian Kömpel; 66. Martin Kunze; 67. Hans Lehner; 68. Michael Ochmann; 69. Hasan Özdemir; 70. Michalis Pallis. Ersatzkandidaten: 71. Hans-Josef Weberbartold; 72. Michael Wöß; 73. Herbert Helfensteller; 74. Chrstian Daschner. 

Alle Infos zur Landratswahl im Kreis Freising finden Siein unserem großen Überblicks-Artikel.

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