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Eine enge Zusammenarbeit sorgt für Erfolg: (v. l.) Karl-Heinz Wimmer (Bürgerstiftung Freising), Josef Huber (LC Freising) und Peter Reisch (Bürgerstiftung Freising).

Interview zum Weihenstephaner Panoramalauf 

Die Kräfte muss man sich einteilen

Am Freitag, 12. Mai, startet der 7. Weihenstephaner Panoramalauf der Freisinger Bürgerstiftung. Organisator Josef Huber vom LC Freising, Peter Reisch (Stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung) sowie Karl-Heinz Wimmer (Mitglied des Vorstandes der Bürgerstiftung) sprachen mit dem Tagblatt über diese besondere Veranstaltung.

Wie lange gibt es den Panoramalauf schon?

Huber: Wir organisieren heuer bereits die 7. Auflage auf dem Weihenstephaner Berg.

Was ist das Besondere an diesem Wettbewerb?

Reisch: Im Unterschied zu vielen anderen Läufen im Landkreis bietet unser Panoramalauf für das Auge etwas Besonderes. Die Ausblicke auf die die Domstadt vom Weihenstephaner Berg aus sind schon besonders schön.

Wimmer: Im Vergleich zu anderen Läufen ist unser Panoramalauf aber auch recht anspruchsvoll, weil die Strecke nicht in der Ebene verläuft. Dieses Auf und Ab hat in der Vergangenheit schon so manche Läufer unterschätzt.

Huber: Besonders gemein ist der Anstieg zum Lindenkeller und dann weiter. Wenn man meint, man hätte den Anstieg schon geschafft, dann geht’s nach einer kurzen ebenen Strecke nochmals bergauf.

Wie ist denn der genaue Streckenverlauf?

Huber: Es geht rund um den Weihenstephaner Berg. Das macht diesen Lauf besonders reizvoll.

Welche Zielgruppe wird angesprochen? Wer kann an den Start gehen?

Huber: Auch wenn der Lauf anspruchsvoll ist, kann jeder mitmachen. Man muss sich seine Kraft entsprechend der bergigen Strecke gut einteilen. Dann schafft die Distanz jeder Hobbyläufer. Mitmachen können Erwachsene und Kinder.

Wimmer: Seit Jahren machen viele Schüler der Sternschule, der Grundschule Vötting und der Korbinianschule mit. Die Kinder laufen natürlich eine deutlich kürzere Strecke als die Erwachsenen. Es ist eine schöne Entwicklung, dass in der Vergangenheit die Zahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ständig gestiegen ist.

Wie kann man sich anmelden? Wo sind Start- und Endpunkt?

Huber: Anmelden können sich Läufer entweder per Mail (gj.huber@t-online.de), per Telefon, (0 81 66) 75 80, per Fax, (0 81 66) 99 85 45 bis Freitag, 12. Mai (morgens), oder unmittelbar vor dem Start im Hofgarten Weihenstephan neben dem Salettl.

Gibt es auch etwas zu gewinnen?

Wimmer: Die teilnehmenden Kinder erhalten immer ein kleines Geschenk. Gefragt ist mittlerweile unsere Tombola. Die Startnummern werden nach dem Lauf in eine Art Lostrommel gegeben. Daraus werden dann die Nummern gezogen. Weil unsere Sponsoren freigiebig sind, haben wir viele interessante Preise in der Tombola. Die Siegerehrung findet übrigens heuer nicht im Lindenkeller statt, sondern im Bereich des Ziels, im Hörsaal 1 der TU München.

Wie war der Zuspruch in den vergangenen Jahren?

Huber: Zwischen 250 und 300 Teilnehmer hatten wir immer. Wir können aber durchaus auch noch ein paar mehr vertragen. Ich habe genügend Startnummern parat.

Reisch: Wir würden uns sehr freuen, wenn heuer mehr als 300 Teilnehmer an den Start gehen würden. Mit so einem Lauf tut man schließlich auch etwas Gutes für die eigene Gesundheit.

Wie ist die Bürgerstiftung Freising überhaupt auf die Idee gekommen, einen solchen Lauf ins Leben zu rufen?

Wimmer: Die Idee ist rein zufällig in einem Gespräch mit Sparkassenvorstand Johann Kirsch, der im Stiftungsrat der Bürgerstiftung sitzt, entstanden. Johann Kirsch ist selbst begeisterter Hobbyläufer, der bei Volksläufen immer wieder mitmacht.

Reisch: Wir haben dann überlegt, dass so ein Volkslauf dazu beitragen könnte, die Bürgerstiftung Freising bekannter zu machen.

Huber: Und dann ging es darum, welche Strecke dafür infrage kommen könnte. Einen Berglauf gab es bis dahin im Landkreis Freising ja noch nicht. Da lag die Wahl des Weihenstephaner Berges irgendwie nahe. Und der Name Panoramalauf ergab sich dann fast von selbst.

Viele Freisinger kennen die Bürgerstiftung nicht. Können Sie kurz erläutern, worum es sich dabei handelt, wie und wann die Stiftung entstanden ist?

Reisch: Bürgerstiftungen gibt es schon seit vielen Jahren in ganz Deutschland sehr erfolgreich. Sie ist also keine Erfindung der Stadt Freising. Grundsätzlich steckt bei der Bürgerstiftung die Idee dahinter, dass Bürger einer Stadt den Mitbürgern helfen.

Wimmer: In Freising entwickelte sich die Idee, eine solche Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, im Jahre 2009. Reisch: Wir erhielten damals in der Sparkasse Freising Briefe über Bürgerstiftungen anderer Städte. Es war dann Alt-OB Dieter Thalhammer, der sich dafür engagierte, in Freising eine Bürgerstiftung zu gründen. Hintergrund ist dabei auch, dass sich der Staat in einigen Bereichen zurückgezogen hat, was mit bürgerlichem Engagement – auch finanziellem – teilweise kompensiert wird.

Können Sie vielleicht einige Beispiele für das Engagement der Bürgerstiftung nennen?

Wimmer: Wir haben bislang rund 50 000 Euro ausgeben können.

Reisch: Unterstützt haben wir beispielsweise die Freisinger Wärmestube, Schüler aus sozial benachteiligten Familien, denen zu wenig Geld zur Verfügung steht, um beispielsweise Klassenfahrten zu finanzieren, und wir haben auch Gelder für die Suchtprävention ausgegeben.

Wimmer: Uns ist auch besonders wichtig, dass wir nicht in Konkurrenz zu anderen Organisationen, die sich auch ehrenamtlich betätigen und auf Spendengelder angewiesen sind, treten.

Wie wollen Sie die Bürgerstiftung mehr ins Bewusstsein der Freisinger rücken?

Reisch: Dass die Bürgerstiftung noch mehr im Bewusstsein der Bevölkerung verankert wird, gelingt, glaube ich, am besten über Mund-zu-Mund-Propaganda. Dazu dient eben auch unser Panoramalauf. Als zweite große Veranstaltung organisieren wir jedes Jahr im Rathaus unseren Herbstempfang mit einem prominenten Gast. Wir hoffen, dass sich in nächster Zeit der Bekanntheitsgrad der Bürgerstiftung Freising deutlich steigert und dass damit noch mehr Bürger bereit sind, sich finanziell zu engagieren.

Interview: Peter Spanrad

Gut zu wissen:

Der Weihenstephaner Panoramalauf der Bürgerstiftung Freising findet am Freitag, 12. Mai, statt.

19 Uhr: Kinderlauf über 800 Meter (Jahrgang 2007-2011).

19.15 Uhr: Schülerlauf über 1,6 Kilometer (Jahrgang 2002-2006).

20 Uhr: Panoramalauf über 4,1 Kilometer (Jahrgang 2001 und älter).

20 Uhr: Panoramalauf über 6,4 Kilometer (Jahrgang 2001 und älter).

Start und Anmeldung im Hofgarten Weihenstephan am Salettl. Die Startgebühren betragen für Kinder zwei Euro, für Erwachsene elf Euro bzw. 14 Euro (unmittelbar vor dem Start zu entrichten).

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