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Unzufrieden sind die Elternbeiräte der Grundschule Kranzberg in Sachen Mittagsbetreuung. Sie fordern schnell eine bessere Lösung.

Eltern kämpfen in Bürgerversammlung für bessere Lösung

Schüler können beim Essen nicht mal sitzen:  Mittagsbetreuung ist ein „Albtraum“

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Eine schnelle Lösung für die Mittagsbetreuung muss her. Das forderte der Elternbeirat der Grundschule Kranzberg in der Bürgerversammlung. Das Provisorium?  „Ein Albtraum!“

Kranzberg – Rund 50 Einheimische waren zu der jährlichen Veranstaltung auf den Pantaleonsberg gekommen. Ihnen berichtete Bürgermeister Hermann Hammerl unter anderem davon, dass sich das Mittagsbetreuungsteam sehr kompetent um die 69 angemeldeten Kinder kümmern würde. Was er nicht erwähnte: das inzwischen jahrelange politische Tauziehen um den dringend notwendigen Neubau einer Mittagsbetreuung.

Den Finger legten daher die anwesenden Elternbeiräte in die Wunde. Sie wiesen darauf hin, dass der Gemeinderat bei dem bereits geplanten Anbau plötzlich einen Rückzieher gemacht hätte. Zur Erinnerung: In der September-Sitzung scheiterte das anvisierte Projekt. Und das, obwohl die Realisierung der Mittagsbetreuung eigentlich schon für Sommer geplant war. Obwohl Gelder dafür im Haushalt bereits bereitstanden. Und obwohl die jetzigen, provisorischen Räume im Schulgebäude Räume nach Auskunft der Schulleitung und des Elternbeirats ungeeignet sind. Zu laut und zu eng geht es da zu.

48 Kinder müssen sich beim Essen um 32 Sitzplätze rangeln

„48 Kinder müssen sich in zwei Räumen drängeln“, berichtete Elternbeirätin Julia Reichel. „Bei der Essensausgabe erhalten nicht mal alle einen Sitzplatz, weil nur 32 Stühle zur Verfügung stehen.“  Im Rahmen einer laufenden Elternbefragung, an der bereits mehr als die Hälfte der Betroffenen teilgenommen hat, sei aber auch die Lautstärke als großes Problem genannt worden. „Es besteht keine Möglichkeit, etwas still zu machen“, berichtete Reichel. Eltern hätten ihre Kinder daher bereits aus der Mittagsbetreuung genommen – da die ihre Hausaufgaben abends zuhause machen müssten, weil es in der Schule einfach zu laut sei.

Mittagsbetreuung: Die Akustik ist ein Albtraum

Eine Einladung an alle Gemeinderäte sprach Sven Duppenfeld aus. „Damit sie die Situation mal erlebt haben, bevor sie Entscheidungen treffen. Denn dann merken sie selbst, dass es in den Räumen brutal laut ist – selbst dann, wenn sich nur sechs Erwachsene darin aufhalten. Die Akustik ist ein Albtraum.“ Seine Kritik am Gremium: „Da arbeiten viele gegeneinander, und die Leidtragenden sind die Kinder.“

Bürgermeister Hermann Hammerl entgegnete, dass es nunmal vorkommen, könne, dass ein Antrag abgewürgt werde. „Aber das birgt auch die Chance für eine bessere Lösung.“ Ein Anbau an die Schule sei nämlich auch nicht optimal. Denn dann müssten die Kinder der Mittagsbetreuung fast das gesamte Schulgebäude marschieren – mit entsprechendem Lärm, der den parallel stattfindenden Unterricht stören würde.

Eltern kündigen an, in Sitzung zu kommen

Hammerl strebt eine große Lösung an, wie sie in Fahrenzhausen bereits existiert: ein eigener Trakt für die Betreuung, der genügend Kapazität für den steigenden Bedarf bietet, und über Räumen verfügt, die sich für Stillarbeit, aber auch fürs Toben und Spielen eignen. Seine Gegeneinladung an die Beiräte: „Am 2. Dezember führen wir eine Sozialausschusssitzung zu dem Thema durch.“

Die Eltern wollen kommen. „Wir haben verschiedene Ideen, und vielleicht ist ja der Funkenflug für die Lösung dabei“, sagte Carmen Fragner, und Markus Stolper fügte hinzu: „Wichtig ist, dass es bald eine Lösung gibt, die nicht nur für zwei Jahre, sondern für zehn Jahre hält.“

Bereits am Abend zuvor gab Bürgermeister Hermann Hammerl einen Rechenschaftsbericht im Rahmen der Bürgerversammlung in Hohenbercha.Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten.

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