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Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat wurde im Landkreis Freising auch an Schulen eingesetzt.

Erklärung des Landrats

Kreis Freising hat Glyphosat an Schulen eingesetzt

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  • Andreas Beschorner
    Andreas Beschorner
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Der Kreis Freising hat bis vor kurzem bei Grünarbeiten auf Glyphosat zurückgegriffen. Wie Landrat Josef Hauner im Rahmen der Kreisausschuss-Sitzung am Donnerstag berichtete, wurde das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel auch an zwei von 14 Freisinger Schulen eingesetzt.

Freising – Es sei zur Pflege der Außenanlagen bis Ende 2017 verwendet worden – zwei Mal im Jahr und in geringer Menge, wie der Landrat auf FT-Nachfrage konkretisierte. Aber auch das sei inzwischen „unterbunden und abgestellt“ worden. Sollte mit Glyphosat belastetes Material gefunden werden und auftauchen, werde man dies fachgerecht entsorgen, versicherte Hauner.

Rosemarie Eberhard (Linke) hakte beim ThemaGlyphosat-Einsatz nach.

Der Landrat hatte mit seiner Erklärung auf eine Anfrage der Grünen und der Freisinger Mitte reagiert. In einen Brief, der an den Landrat adressiert war und dem FT vorliegt, wollte Linke-Kreisrat Albert Schindlbeck wissen, ob der Kreis Glyphosat oder glpyhosathaltige Herbizide insbesondere im Bereich des Tiefbaus, Bauhofs oder beim Straßenunterhalt verwende. Schließlich sei der Unkrautvernichter nicht nur ein Hauptverursacher massiven Artensterbens in der Agrarlandschaft, sondern werde von der Weltgesundheitsorganisation auch als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Die EU hatte hingegen die Zulassung für das Mittel im Herbst 2017 verlängert.

Hauner betonte, dass der Kreis das Mittel nur im Bereich der beiden Schulen eingesetzt habe. Zum Straßenunterhalt oder auch auf Ausgleichsflächen seien „noch nie“ Pestizide oder Herbizide verwendet worden.

Mit der selben Frage ist die Linke an die Stadt Freising herangetreten. In dem von Rosemarie Eberhard unterschriebenen Brief an OB Tobias Eschenbacher lautet die Frage, ob Glyphosat auch von der Stadtgärtnerei verwendet werde. „Uns geht es darum, dieses Thema im Auge zu behalten“, erklärte Eberhard. Die klare Antwort von Anton Eichenlaub, Leiter der Stadtgärtnerei: „Wir verwenden kein Glyphosat – null!“ Früher sei das Herbizid mittels einer Sondergenehmigung auf den Rieselwegen der Friedhöfe eingesetzt worden. „Doch das ist auch schon wieder sechs bis sieben Jahre her.“ Inwieweit das Mittel vom Bauhof verwendet wurde beziehungsweise im Tiefbau oder beim Straßenunterhalt, ist bislang ungeklärt. Eine Antwort des OB, der gestern nicht im Rathaus war, steht noch aus.

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