Steffen Henssler hat genug - und schmeißt bei „Schlag den Henssler“ hin

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Lebendig soll es weitergehen in den neuen Räumen, in denen künftig geflüchtete Familien geholfen wird.

Kreisbildungswerk startet neues Projekt „Elternhaus“

Starthilfe für geflüchtete Familien

Ein Saz-Spieler aus Syrien, eine Gruppe kleiner Bollywood-Tänzer und im Anschluss bayerischer Volkstanz – bei der Auftaktveranstaltung für das neue „Elternhaus“ des Zentrums der Familie feierte man die Vielfalt in der Gesellschaft und den Willen zur Integration.

FreisingUnd so lebendig soll es auch weiter gehen in den neuen Räumen an der Kammergasse, die das Katholische Kreisbildungswerk im Rahmen des Bundesmodellprojekts „Starke Netzwerke – Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ angemietet hat.

Das Zentrum der Familie, das zum Katholischen Kreisbildungswerk gehört, ist eine von deutschlandweit 47 Institutionen, die für das Bundesprojekt ausgewählt wurden. Bis zum Jahr 2020 wird das Projekt gefördert vom Bundesministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Die eigens dafür ausgebildeten Elternbegleiterinnen Veronika Unterreithmeier und Michaela Götz begleiten in Zukunft geflüchtete Familien auf dem Weg, ihren Kindern die besten Bildungschancen zu ermöglichen. Dazu gehört zum Beispiel, ihnen bei der Wahl eines Kindergartens zu helfen oder sie bei der Einschulung zu unterstützen. „Das Ziel des Projekts ist, die Familien bei der Integration zu unterstützen und den Kindern Bildungschancen zugänglich zu machen“, sagte Julia Rettig, die Programmkoordinatorin aus Berlin bei der Eröffnung. Zentral bei der neuen Aufgabe ist, zwischen den Bildungsträgern und den Migrantenfamilien zu vermitteln. In Kooperation mit dem Jugendamt, der Stadt Freising und dem Verein Hilfe von Mensch zu Mensch soll ein Netzwerk entstehen, das eben diese Ziele fördert. Die Elternbegleiterinnen sehen sich dabei als Schnittstelle zwischen den Institutionen und den Familien. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Hochmotiviert sind die Elternbegleiterinnen Veronika Unterreithmeier (l.) und Michaela Götz.

Dass die Stadt als Kooperationspartner mit im Boot ist, zeigt laut Bürgermeisterin Eva Bönig den Willen, Kindern „unsere bunte und breite Bildungslandschaft“ zugänglich zu machen. Als Mutter und Oma liege ihr das Projekt besonders am Herzen. Sie ist vom Erfolg überzeugt: die beiden Elternbegleiterinnen würden ihre Arbeit „hochprofessionell und mit viel Herz“ leisten.

Es soll ein lebendiges „Elternhaus“ sein, das wünschen sich Veronika Unterreithmeier und Michaela Götz. Die beiden forderten bei der Eröffnung die anwesenden Familien auf, mitzugestalten. „Die Familien füllen den Raum mit Leben“, sagte Unterreithmeier, die auch Projektkoordinatorin ist. Bei ihrer Arbeit gehe es nicht um reine Wissensvermittlung, sondern vor allem auch darum, Brücken zu bauen.

Verschiedene Aktionen wie ein offener Treff, eine interkulturelle Eltern-Kind-Gruppe oder die unterschiedlichsten kulturellen Veranstaltungen sollen im „Elternhaus“ Platz haben. Wie das dann aussieht, war bei der Auftaktveranstaltung zu erleben: quirlig, herzlich, bunt und lebendig.

Gut zu wissen

Hier noch Fakten zum Projekt „Starke Netzwerke – Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ (Kammergasse 16). Folgende Angebote beginnen im Dezember: Eingeladen sind sowohl geflüchtete Familien als auch andere Eltern, die neuzugewanderten Familien das Ankommen in Freising erleichtern wollen. Offener Treff: Montag 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Mittwoch 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr, Freitag 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr. Interkultureller Eltern- Kind-Treff: Mittwoch, 15.30 bis 17.30. Sprachcafé: Freitag, 16 bis 17.30 Uhr.

                                                                                                                                 Claudia Bauer

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