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Aus Freising gibt es für die geplante zweite Stammstrecke Rotes Licht.

S1

Kritik an zweiter Stammstrecke: "Freising wäre der Verlierer"

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Freising - Eine längere Taktung und weniger Haltestellen für die S 1: Kaum wurden die Pläne für die zweite Stammstrecke in München vorgestellt, setzt es Kritik aus Freising.

Der Landtagsabgeordnete Christian Magerl (Grüne) und Alfred Schreiber vom Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland monieren das Konzept, bei dem die S 1 durch die neue Röhre geschickt werden soll. „Da werden in München vier Milliarden in einem Tief-Tunnel vergraben und Freising wäre der Verlierer“, ärgert sich Magerl. „Das kann es doch nicht sein.“

Kritikpunkt 1: die Taktung. Anstelle den 20-Minuten-Takt im Berufsverkehr auf zehn Minuten zu verdichten, sieht das Betriebskonzept einen 30-Minuten-Takt vor, der zeitweise auf 15 Minuten verdichtet wird. „Insbesondere am Wochenende und zu den Abendstunden ist eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem jetzigen Zustand zu befürchten“, sagt Schreiber.

Kritikpunkt 2: In der neue Röhre halten die S-Bahnen nur noch am Hauptbahnhof der neuen Station „Marienhof“ und am Ostbahnhof. Die Haltestellen Hirschgarten, Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke, Stachus, Isartor und Rosenheimer Platz werden hingegen gar nicht bedient. „Fahrgäste mit diesen Zielen müssen zusätzlich umsteigen und haben somit längere Fahrzeiten“, betont Magerl. Schreiber fügt hinzu: „Anstelle das S-Bahn-System wirksam zu entlasten, verschärft sich die Situation für Umsteiger sogar noch.“

Kritikpunkt 3: Es bleibt kein Geld mehr für die Ertüchtigung der Außenäste des S-Bahn-Netzes. Weder Sanierungsmaßnahmen an Stellwerken noch ein dringend nötiger Ausbau der völlig überlasteten S 1-Strecke sei mit dem Großprojekt noch zu erwarten, sagt Schreiber. Magerl schlägt vor: Nicht auf das „Allheilmittel Zweite Stammstrecke“ setzen, sondern auf einen Mix kleinerer, aber wirkungsvoller Maßnahmen – etwa dem Ausbau des Südrings. Das koste weniger und sei schneller realisierbar.

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