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Mit Blasmusik und Polit-Prominenz sowie geistlichem Segen wurde am Dienstag in Freising-Attaching das Steinecker „Brew Center“ der Krones AG eingeweiht.

Im Attachinger Steinecker-Werk

Krones „Brew Center“: Modernste Versuchsbrauerei der Welt in Freising eröffnet

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Die Krones AG hat ihr Steinecker-Werk in Attaching aufgerüstet. Am Dienstag wurde das sogenannte „Brew Center“ eröffnet. Dort sind neueste Technologien aus dem Bereich Brauerei verbaut.

Attaching – Besser Bier brauen in Attaching – das will die Krones AG. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln. Im Freisinger Werk „Steinecker“ wurde am Dienstag das „Brew Center“ eingeweiht, also ein Brau-Zentrum. „Es ist die modernste Versuchsbrauerei der Welt“, sagte Heiko Feuring bei der Eröffnung. Er ist in Attaching der Leiter von Business Line Breweries.

Feuring nennt die Versuchsbrauerei auch Technikum. In der chemischen Industrie bezeichnet das Wort den Schritt zwischen Labor und Großproduktion. Krones will in der 175 Quadratmeter großen und sechs Meter hohen Stahlbetonkonstruktion forschen und experimentieren. Der 2,6 Millionen Euro teure Neubau wurde innerhalb eines Jahres fertiggestellt. Kernstück ist das Sudhaus mit einem Fassungsvermögen von fünf Hektolitern. Heiko Feuring zufolge sollen Mitarbeiter darin Spezialsude herstellen, neueste Technologien ausprobieren, Studien durchführen und Kollegen sowie Kunden schulen.

Im gesamten „Brew Center“ arbeitet nur ein einziger Mann

In den deutschen Werken Neutraubling, Flensburg, Nittenau, Rosenheim, und Attaching hat Krones rund 10.000 Mitarbeiter. Im neuen „Brew Center“ wird lediglich einer arbeiten: Braumeister Johannes Eymess. Denn sämtliche Prozesse im Technikum laufen vollautomatisch, sagt Feuring. Seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer hat den gebürtigen Niedersachsen Eymess nach Flensburg geführt. Danach studierte er Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan – fast in Sichtweite von „Steinecker“. In dem Werk forschte er auch für seine Abschlussarbeit. In den vergangenen Monaten wirkte er nun bei der Entwicklung des „Brew-Centers“ mit.

Im Brauerei-Wesen würden zahlreiche Potenziale nicht ausgeschöpft, sagt Heiko Feuring. Das Unternehmen Krones wolle zeigen, wie viel Luft nach oben sei. Das Technikum soll ein „Center of Excellence“, ein Kompetenzzentrum sein. Dank einer speziellen Vorrichtung im „Brew Center“ können Gärprozesse in den Tanks beschleunigt werden. Zahlreiche Sensoren, die innen verbaut sind, ermöglichen es Johannes Eymess, sämtliche Prozesse nachzubilden. Versuche, wie sie bisher an der Universität durchgeführt wurden, werden nun in Attaching erledigt. Aber auch Kunden bekommen neue Einblicke in die Verfahren: Sie können Brau-Vorgänge künftig sogar online verfolgen.

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