+
Sie stehen hinter dem Kultur-gut-Projekt: Thomas Tafelmaier (Beisitzer), Renate Erbacher (Schatzmeisterin), Jana Dinter (2. Vorsitzende) sowie Vorsitzende Stefanie Gölz (v. l. ). 

Freisinger Verein hat sich etabliert

„Kultur-gut“ in Freising: Ohne großzügige Veranstalter würde es nicht gehen

Freising - Am kulturellen Leben der Stadt teilnehmen – unabhängig vom Geldbeutel – das ermöglicht der Verein „Kultur-gut“ seinen Kulturgästen mittlerweile im dritten Jahr. Allerdings klappt’s nicht ohne großzügige Veranstalter.

In Zusammenarbeit mit mehreren Freisinger Sozialpartnern stellen die Mitglieder des Vereins nicht verkaufte Tickets für Theater, Konzerte, Lesungen oder Kino zur Verfügung. 125 Kulturgäste haben im vergangenen Jahr das Angebot angenommen. „Es können ruhig noch mehr werden“, betonte Vorsitzende Stefanie Gölz bei der Jahreshauptversammlung des gemeinnützigen Vereins am Dienstagabend.

Der Besuch einer schönen Kulturveranstaltung beschert unterhaltsame Momente, macht glücklich und heiter. Leider müssen viele Mitbürger aus Kostengründen darauf verzichten. Dabei sei Kultur ein wichtiger Baustein, um Werte wie Demokratie und Bildung am Leben zu erhalten, betonte Gölz.

Kulturarbeit sei Arbeit für die Gesellschaft und die habe ihrerseits die Pflicht, Kultur zu fördern, so das Credo der Vorsitzenden. Gölz bedankte sich bei den Veranstaltern, die im vergangenen Jahr mehr als 500 Theater- und Eventkarten zur Verfügung gestellt hätten. Dank gelte aber auch den engagierten Mitgliedern des Vereins, die bei jedem Kulturgast anfragten, welche Veranstaltung besucht werden möchte.

Wie kommt ein Kulturgast an solche Karten? Die Sozialpartner des Vereins – das sind zum Beispiel Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt oder Lebenshilfe – bestätigen bei der Anmeldung, ob man die Voraussetzungen für das Projekt erfülle. So werde vermieden, dass das Angebot missbraucht werde, sagte Gölz.

Viele Tätigkeiten seien im Jahr 2016 erfolgt. Gut besucht sei die Brotbackaktion gewesen, die im November im Rahmen des Kulturfestivals „mitanand“ mit den Kulturgästen am Freisinger Backhaus hinter der Vhs stattgefunden habe.

Die für die Flüchtlinge kostenlosen Jahreskarten für die Stadtbibliothek hätten wieder großen Zuspruch gefunden. Die Theatergruppe „Querspiel“ – ein Ensemble, das sich aus Kulturgästen zusammensetzt – habe im März vergangenen Jahres mit dem Stück „Mörderstund ist ungesund“ eine tolle Aktion geboten. Die nächste Aufführung der Schauspieltruppe wird übrigens als „Open-Air“-Veranstaltung im Amtsgerichtsgarten stattfinden.

Apropos Amtsgerichtsgarten: an vier Samstagen im Frühling und Sommer lädt Kultur-gut zusammen mit anderen Vereinen, Künstlern und Kuturschaffenden zu einer Veranstaltungsreihe „Kultur im Amtsgerichtsgarten“ ein. Der erste Projekttag am Samstag, 6. Mai, steht unter dem Motto „Boarisch g’spuit und g’sunga“. Auftreten werden die Freisinger Blechmusi und die Trachtengruppe Almrausch-Edelweiß. An weiteren Projekttagen im Juli, August und September sind unter anderem eine Pflanzentauschbörse und Poetry-Slam angedacht (Eintritt frei).

Maria Martin

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Von Marmelade bis Mangold
Das Wetter am vergangenen Samstag war perfekt für Hobbygärtner. Und so konnte sich der Kleingartenverein Freising über einen gut besuchten Floh- und Tauschmarkt freuen. …
Von Marmelade bis Mangold
Wer ist der bessere Bauer?
BBV und Grüne. Wie Hund und Katz? Teilweise schon. Teilweise aber auch nicht. Eine Diskussion zwischen Bio-Landwirt und Grünen-Kreisrat Toni Wollschläger und dem …
Wer ist der bessere Bauer?
Eine Treppe für die Fische
Rund 800 Tonnen Wasserbausteine werden derzeit an einer Sohlrampe an der Amper bei Zolling auf Höhe des Sportheimes verbaut. Was bei manchem Spaziergänger möglicherweise …
Eine Treppe für die Fische
Die Nachfrage steigt
Das „faire Frühstück“ im Rahmen der „fairen Wochen“ ist im Freisinger Weltladen seit vielen Jahren Tradition. Heuer war es verbunden mit einem Jubiläum: Seit 35 Jahren …
Die Nachfrage steigt

Kommentare