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Die Krönung für eine „großartige Künstlerin der leichten Muse“

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Von: Andreas Beschorner

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Die Krönung für Petra Lewis Kulturschaffen war gestern die Verleihung des Kulturpreises 2017. Landrat Josef Hauner übergab Urkunde und Büste. © Foto: Lehmann

Einen Vormittag „Kultur pur“ hatte Landrat Josef Hauner gestern versprochen. Und er hat Wort gehalten. Kein Wunder: Die Aula des Camerloher-Gymnasiums erlebte die Kulturpreisverleihung. Es gab Mohrenhäupter, Urkunden und Geldpreise.

Freising – Sechs Mal erklomm Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge gestern Vormittag die Bühne und stellte sich ans Mikrofon, sechs Mal konnte Landrat Josef Hauner Hände schütteln und Preise überreichen, denn sechs Kulturschaffende wurden gestern im Rahmen einer feierlichen Stunde für ihre Leistungen ausgezeichnet. Das gekrönte Mohrenhaupt in Bronze erhielt Petra Lewi.

Im Jahr 2018 kann man viele Jubiläen begehen. Eines davon: der 300. Geburtstag von Placidus von Camerloher, dem Namenspatron der Schule, in der gestern die Kulturpreise verliehen wurden. Placidus von Camerloher war auch so etwas wie der rote Faden, den Rudolf Goerge für seine Laudationes auf die sechs Preisträger gewählt hatte. Und auch als Haiku-Poet betätigte sich der Kreisheimatpfleger gestern.

Höhepunkt der festlichen Veranstaltung war die Auszeichnung von Petra Leutner-Wittmann alias Petra Lewi mit dem Kulturpreis – jene Lewi, die laut Goerge einmal als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnet wurde, jene Lewi, die als Schauspielerin in diversen Ensembles geglänzt hat, jene Lewi, die mit ihrer Ukulele Elvis, Lady Gaga und die Beatles interpretiert, jene Lewi, die auch die Säge in ihrem Musikrepertoire hat, und jene Lewi, die als „großartige Künstlerin der heiteren Muse“ den Kulturpreis verdient habe. Dass die Jury eine gute Wahl getroffen hatte, bewies Lewi gestern in der Schulaula mit Impressionen aus ihrem „Ukulele Cabaret“. Und mit der singenden Säge.

Mit dem Seniorenchor „Silberklang“ aus Eching unter Leitung von Kayao Katsuta-Grandy hatte zuvor ein Ensemble mit einem Altersdurchschnitt von 76 Jahren einen von drei Anerkennungspreisen erhalten.

Einen zweiten Anerkennungspreis erhielt Heimatforscher Ernst Keller aus Fürholzen, der sich mit seinen Forschungen, Buchveröffentlichungen und Filmdokumentationen um die Aufarbeitung der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte in seiner Heimat verdient gemacht habe.

Der dritte Anerkennungspreis ging nach Osterwaal an Jutta und Jürgen Weichmann: Seit 2002 organisiert das Ehepaar auf dem rund 200 Jahre alten Schneiderlenz-Anwesen „Kunst in Osterwaal“, bereichere damit die Holledau und den Landkreis Freising „auf eine ganz besondere und originelle Weise“, so Goerge.

Dann gab es gestern, bevor man am Büfett die Preisträger und die Kultur im Landkreis feierte, noch zwei Förderpreise. Und zwar, wie sich das gehört, für den Nachwuchs: Da war der Gebirgstrachtenverein Isartaler Moosburg, der es mit der 1975 gegründeten Jugendgruppe verstehe, auch jungen Menschen „die Liebe zur Heimat und zu echten Werten näher zu bringen“, wie es Goerge ausdrückte.

Und da war das Ensemble Chiave aus Freising unter Leitung von Angelika Sutor – sieben Mädchen, die 2013 begonnen hätten und inzwischen über ein vielfältiges Repertoire verfüten. „Die glorreichen Sieben“, wie der Kreisheimatpfleger das schon mehrfach preisgekrönte Ensemble nannte.

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