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Bahnlärm nervt auch im Landkreis. Der Aktionsplan des Eisenbahnbundesamtes, der derzeit für die Strecke zwischen Freising und Moosburg aufgestellt wird, soll die Brennpunkte aufzeigen. 

Lärmaktionsplan der Bahn wird im Landkreis Freising fortgeschrieben

Wo’s zwischen Freising und Moosburg laut wird

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Der Lärmaktionsplan des Eisenbahnbundesamts wird fortgeschrieben. Wieder werden die Bahn-Hauptstrecken (mehr als 30 000 Zugbewegungen pro Jahr) unter die Lupe genommen. Und dazu gehört diesmal der Streckenabschnitt zwischen Freising und Moosburg.

Landkreis – Unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt das Eisenbahn-Bundesamt alle fünf Jahre den Lärmaktionsplan für die verschiedenen Abschnitte der sogenannten Haupteisenbahnstrecken. Darauf werden bundesweit mehr als 30 000 Zugbewegungen pro Jahr gezählt.

Ziel der Aktionsplanung ist es, Lärmmauswirkungen festzustellen und Lärmprobleme zu beheben oder zu mildern. Es wird also kartiert, wo es an den Hauptstrecken der Bahn laut wird – im Falle des Landkreises Freising an der Bahnstrecke zwischen Moosburg und München. Die fällt mit ihren über 60 000 Zugbewegungen pro Jahr ins Raster des Hauptstrecken-Prüfungskriteriums. Hierzu ist inzwischen die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung abgeschlossen. Die lief im Internet seit Juli 2017. Die Ergebnisse dieses „Teil A“ sind dort abrufbar. Insgesamt sind 38 000 Beteiligungen eingegangen.

Ab dem morgigen Mittwoch beginnt nun die Abwicklung von Teil B innerhalb der Öffentlichkeitsbeteiligung: Bis zum 7. März haben Bürger die Gelegenheit, dem Eisenbahn-Bundesamt eine Rückmeldung zum Verfahren selbst und zu den Ergebnissen aus Teil A zu geben. Der daraus hervorgehende Teil B wird dann Mitte des Jahres veröffentlicht. Die Teile A und B zusammen ergeben dann den Lärmaktionsplan für die Strecke Moosburg/Freising.

Rückblick: Der derzeit gültige Plan für den Streckenteil Freising/München wurde ab November 2011 erstellt. Im Dezember desselben Jahres fand die öffentliche Auslegung statt. In den Folgejahren lief dann die Bearbeitung. In einem letzten Schritt hatten die entlang der Strecke betroffenen Kommunen – unter anderem Freising – das Einvernehmen mit dem Lärmaktionsplan erteilt.

Die Stadt Freising hatte damals zusätzlich zu diesem Einvernehmen in einer abschließenden Stellungnahme, nochmals auf „die schon jetzt hohe Doppelbelastung insbesondere im Außenwohnbereich der Pullinger Bürger durch Flug- und Schienenlärm“ hingewiesen. Insbesondere nachts seien „hohe Lärmbelästigungen durch den Zugverkehr“ zu verzeichnen, hieß es. Es sei daher unabdingbar, „dass bereits bestehenden Technologien im Bereich des modernen Gleisbaus und der Radtechnik an den Zügen schnellstmöglich umgesetzt werden“.

Gut zu wissen

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.laermaktionsplanung-schiene.de.

Fragen können an das Eisenbahn-Bundesamt gerichtet werden. E-Mail: lap@eba.bund.de oder per Brief: Eisenbahn-Bundesamt, Lärmaktionsplanung, Heinemannstraße 6, 53175 Bonn.

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